Rechtssatz RS0091730
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0091730
Geschäftszahl
14Os109/89 (14Os110/89); 13Os79/90; 15Os48/92
Entscheidungsdatum
04.06.1992
Rechtssatz
Maßgebend für die Bewertung der Schuld des Täters im Sinne des § 42 Z 1 StGB ist zum einen der das tatbestandsmäßige Unrecht mitbestimmende Handlungsunwert, zum anderen aber (nicht minder) auch der Gesinnungsunwert, der das Ausmaß der (deliktstypischen) Schuld entscheidend (mitprägt) prägt. Der Erfolgsunwert hingegen ist ausschließlich unter dem Aspekt des § 42 Z 2 StGB von Bedeutung.Maßgebend für die Bewertung der Schuld des Täters im Sinne des Paragraph 42, Ziffer eins, StGB ist zum einen der das tatbestandsmäßige Unrecht mitbestimmende Handlungsunwert, zum anderen aber (nicht minder) auch der Gesinnungsunwert, der das Ausmaß der (deliktstypischen) Schuld entscheidend (mitprägt) prägt. Der Erfolgsunwert hingegen ist ausschließlich unter dem Aspekt des Paragraph 42, Ziffer 2, StGB von Bedeutung.
Entscheidungstexte
- 14 Os 109/89
Entscheidungstext OGH 20.12.1989 14 Os 109/89
Veröff: EvBl 1990/92 S 412 = JBl 1991,124 (Burgstaller) = AnwBl 1990,577 (Graff); hiezu kritisch Bertel ÖJZ 1990,799
- 13 Os 79/90
Entscheidungstext OGH 19.07.1990 13 Os 79/90
Vgl auch; nur: Maßgebend für die Bewertung der Schuld des Täters im Sinne des § 42 Z 1 StGB ist zum einen der das tatbestandsmäßige Unrecht mitbestimmende Handlungsunwert, zum anderen aber (nicht minder) auch der Gesinnungsunwert, der das Ausmaß der (deliktstypischen) Schuld entscheidend (mitprägt) prägt. (T1)
- 15 Os 48/92
Entscheidungstext OGH 04.06.1992 15 Os 48/92
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0091730
Dokumentnummer
JJR_19891220_OGH0002_0140OS00109_8900000_001