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Rechtssatz RS0093198×

Rechtssatz RS0093198

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0093198

Entscheidungsdatum

13.12.2016

Rechtssatz

Eine unbeglaubigte Fotokopie einer Urkunde fällt nicht unter Paragraph 74, Ziffer 7, StGB. Die Verfälschung einer derartigen Fotokopie ist keine Urkundenfälschung nach Paragraph 223, StGB und erfüllt nicht die Voraussetzung der ersten Alternative des Paragraph 147, Absatz eins, Ziffer eins, StGB.

Entscheidungstexte

  • 9 Os 132/75
    Entscheidungstext OGH 08.04.1976 9 Os 132/75
    Veröff: SSt 47/22 = EvBl 1976/276 S 632 = RZ 1976/116 S 222
  • 13 Os 70/82
    Entscheidungstext OGH 27.05.1982 13 Os 70/82
    nur: Eine unbeglaubigte Fotokopie einer Urkunde fällt nicht unter § 74 Z 7 StGB. Die Verfälschung einer derartigen Fotokopie ist keine Urkundenfälschung nach § 223 StGB. (T1) Beisatz: Anders bei Kombination einer Fotokopie (hier: fotokopierter Briefkopf) mit einem irreführenden Text (scil: Herstellung einer falschen Urkunde). (T2) Veröff: JBl 1982,609
  • 12 Os 121/82
    Entscheidungstext OGH 17.05.1983 12 Os 121/82
    Vgl; Beisatz: Durchschriften (Zweischriften) sind Exemplare ein- und derselben schriftlichen Erklärung und mithin ebenfalls Urkunden, sofern der Aussteller erkennbar ist, wofür genügt, daß der Aussteller im Kopf des Schreibens genannt wird. (T3) Veröff: SSt 54/42 = JBl 1983,545
  • 12 Os 101/84
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 12 Os 101/84
    nur: Eine unbeglaubigte Fotokopie einer Urkunde fällt nicht unter § 74 Z 7 StGB. Die Verfälschung einer derartigen Fotokopie ist keine Urkundenfälschung nach § 223 StGB. (T4) Veröff: SSt 55/75
  • 13 Os 182/85
    Entscheidungstext OGH 24.04.1986 13 Os 182/85
    nur T4; Beisatz: Dennoch stellt die Präsentierung einer (wenngleich unbeglaubigten) Fotokopie einer nachgemachten oder verfälschten Urkunde eine qualifikationsentsprechende Sonderform der Benützung der abgelichteten Urkunde (§ 147 Abs 1 Z 1 erster Fall StGB) selbst dar (SSt 24/87). (T5)
  • 12 Os 28/87
    Entscheidungstext OGH 21.05.1987 12 Os 28/87
    nur T1; Veröff: SSt 58/40
  • 15 Os 56/88
    Entscheidungstext OGH 03.05.1988 15 Os 56/88
    Vgl; Beis wie T2
  • 13 Os 90/88
    Entscheidungstext OGH 10.11.1988 13 Os 90/88
    Beis wie T5; Beisatz: Hier: Zu § 223 Abs 2 StGB. (T6)
  • 12 Os 128/92
    Entscheidungstext OGH 28.01.1993 12 Os 128/92
    nur T1
  • 14 Os 51/95
    Entscheidungstext OGH 08.08.1995 14 Os 51/95
  • 13 Os 103/06f
    Entscheidungstext OGH 08.11.2006 13 Os 103/06f
    Auch; nur T4; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Farbkopie eines gefälschten Führerscheins. (T7)
  • 14 Os 153/07t
    Entscheidungstext OGH 15.01.2008 14 Os 153/07t
    Vgl aber; Beisatz: Die Verwendung der Kopie eines verfälschten Schriftstücks im Rechtsverkehr ist als Gebrauch einer verfälschten Urkunde nach § 223 Abs 2 StGB zu werten. (T8); Beisatz: Hier: Vorlage einer verfälschten Kopie einer Bescheinigung eines ausländischen Gerichts. (T9)
  • 11 Os 59/14g
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 11 Os 59/14g
    Auch; Beisatz: Verfälschung der mittels Einscannen der Urkunde angefertigten Kopie durch den Einsatz eines digitalen Zeichenprogramm lässt an eine Strafbarkeitslücke denken (vgl Kienapfel/Schroll in WK2 StGB § 223 Rz 23) (T10)
  • 11 Os 134/16i
    Entscheidungstext OGH 13.12.2016 11 Os 134/16i
    Auch; nur T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0093198

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.01.2017

Dokumentnummer

JJR_19760408_OGH0002_0090OS00132_7500000_001