Rechtssatz RS0096231
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0096231
Entscheidungsdatum
30.06.2011
Rechtssatz
Ein in den Gesetzen nicht vorgesehener oder gar - etwa nach den §§ 226 Abs 1, 457 Abs 2 ZPO oder 170, 247 Abs 2 StPO - verbotener, eine Falschbekundung beinhaltender Eid ist zur Herstellung der Tatbildlichkeit nach dem Abs 2 des § 288 StGB ungeeignet.Ein in den Gesetzen nicht vorgesehener oder gar - etwa nach den Paragraphen 226, Absatz eins, 457, Absatz 2, ZPO oder 170, 247 Absatz 2, StPO - verbotener, eine Falschbekundung beinhaltender Eid ist zur Herstellung der Tatbildlichkeit nach dem Absatz 2, des Paragraph 288, StGB ungeeignet.
Entscheidungstexte
- 11 Os 162/78
Entscheidungstext OGH 23.01.1979 11 Os 162/78
Veröff: EvBl 1979/182 S 469 = JBl 1979,608 = RZ 1979/50 S 181
- 10 Os 126/84
Entscheidungstext OGH 30.10.1984 10 Os 126/84
Vgl auch; Veröff: EvBl 1985/66 S 309 = JBl 1985,508
- 15 Os 42/92
Entscheidungstext OGH 17.12.1992 15 Os 42/92
- 14 Os 2/01
Entscheidungstext OGH 08.05.2001 14 Os 2/01
Vgl auch
- 11 Os 62/11v
Entscheidungstext OGH 30.06.2011 11 Os 62/11v
Auch; Beisatz: Durch eine falsche Beweisaussage unter einem gesetzlichen nicht vorgesehenen Eid wird nur der Tatbestand des § 288 Abs 1 StGB verwirklicht. (T1); Beisatz: Nach § 35 AußStrG 2005 findet eine eidliche Vernehmung eines Zeugen oder einer Partei – sofern nicht ausdrücklich gesetzlich angeordnet – nicht statt (hier: Verlassenschaftsverfahren). (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0096231
Zuletzt aktualisiert am
16.11.2023
Dokumentnummer
JJR_19790124_OGH0002_0110OS00162_7800000_002