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Rechtssatz RS0096766×

Rechtssatz RS0096766

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0096766

Geschäftszahl

13Os7/74; 12Os52/75; 13Os40/75; 13Os165/77; 13Os82/80; 9Os27/83; 12Os71/86; 13Os87/89; 15Os142/90; 15Os52/07x; 15Os7/11k

Entscheidungsdatum

25.05.2011

Rechtssatz

Das Recht des Staates auf Strafverfolgung (in einem bestimmten Fall) gemäß den prozessualen Bestimmungen ist ein konkretes Recht (hier: Erstattung einer bewusst unrichtigen Anzeige eines Polizeibeamten gegen A anstatt gegen den der Tat verdächtigen B).

Entscheidungstexte

  • 13 Os 7/74
    Entscheidungstext OGH 30.05.1974 13 Os 7/74
    Veröff: EvBl 1974/301 S 664
  • 12 Os 52/75
    Entscheidungstext OGH 23.06.1975 12 Os 52/75
    Beisatz: § 302 Abs 1 StGB (T1)
  • 13 Os 40/75
    Entscheidungstext OGH 19.06.1975 13 Os 40/75
  • 13 Os 165/77
    Entscheidungstext OGH 23.01.1978 13 Os 165/77
    Beisatz: Unterdrückung einer Anzeige durch einen miterhebenden Beamten. (T2) Veröff: EvBl 1978/161 S 492
  • 13 Os 82/80
    Entscheidungstext OGH 04.09.1980 13 Os 82/80
    Beisatz: Es wird bereits beeinträchtigt, wenn der zuständigen Verfolgungsbehörde die Beurteilung einer strafbaren Handlung durch Verschweigen wesentlicher Verdachtsmomente gegen eine bestimmte Person unmöglich gemacht und statt dessen ein angeblich unbekannter Täter angezeigt wird - kein urteilsmäßig festgestellter Strafanspruch erforderlich. (T3)
  • 9 Os 27/83
    Entscheidungstext OGH 10.05.1983 9 Os 27/83
  • 12 Os 71/86
    Entscheidungstext OGH 13.11.1986 12 Os 71/86
    Veröff: EvBl 1987/72 S 284 = SSt 57/85
  • 13 Os 87/89
    Entscheidungstext OGH 17.08.1989 13 Os 87/89
    Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Ein "konkretes" Recht des Staats auf Strafverfolgung (ius puniendi) gibt es nicht. (T4)
  • 15 Os 142/90
    Entscheidungstext OGH 21.03.1991 15 Os 142/90
    Vgl auch
  • 15 Os 52/07x
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 15 Os 52/07x
    Vgl auch; Beisatz: Der staatliche Anspruch auf Vornahme effizienter und unbeeinflusster Kontrollen insbesondere nach dem FPG und auf Überprüfung von „Rotlichtlokalen" sowie auf Ergreifung entsprechender fremdenrechtlicher oder (verwaltungs- und/oder justiz-)strafrechtlicher Maßnahmen durch die Polizei entspricht - unzweifelhaft - den Kriterien eines durch § 302 StGB geschützten Rechts. (T5)
  • 15 Os 7/11k
    Entscheidungstext OGH 25.05.2011 15 Os 7/11k
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Missbrauch der Amtsgewalt nach § 302 Abs 1 StGB durch Unterlassung der Anzeige sowie Unterdrückung eines Beweismittels unter Ausnutzung der Amtsstellung nach §§ 295, 313 StGB. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0096766

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.08.2011

Dokumentnummer

JJR_19740530_OGH0002_0130OS00007_7400000_001