Rechtssatz RS0098130
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0098130
Entscheidungsdatum
03.09.2026
Rechtssatz
Eine bloße Verlesungsfiktion ("..... als verlesen gelten .....") ersetzt nicht die tatsächliche Verlesung der betreffenden Aktenstücke. Die Begründung des Schuldspruches mit solcherart nicht zum Gegenstand der Hauptverhandlung gemachten Beweismitteln ist daher offenbar unzureichend im Sinn des § 281 Abs 1 Z 5 StPO.Eine bloße Verlesungsfiktion ("..... als verlesen gelten .....") ersetzt nicht die tatsächliche Verlesung der betreffenden Aktenstücke. Die Begründung des Schuldspruches mit solcherart nicht zum Gegenstand der Hauptverhandlung gemachten Beweismitteln ist daher offenbar unzureichend im Sinn des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, StPO.
Entscheidungstexte
- 11 Os 47/95
Entscheidungstext OGH 28.06.1995 11 Os 47/95
- 15 Os 114/96
Entscheidungstext OGH 01.08.1996 15 Os 114/96
- 14 Os 86/98
Entscheidungstext OGH 28.07.1998 14 Os 86/98
Vgl auch; Beisatz: Der Verlesungsverzicht der Parteien kann eine Einbringung in die Hauptverhandlung nicht ersetzen. (T1)
- 15 Os 4/11v
Entscheidungstext OGH 21.09.2011 15 Os 4/11v
Vgl auch
- 23 Ds 6/25x
Entscheidungstext OGH 29.04.2026 23 Ds 6/25x
vgl
- 15 Os 52/26z
Entscheidungstext OGH 03.09.2026 15 Os 52/26z
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0098130
Zuletzt aktualisiert am
09.10.2026
Dokumentnummer
JJR_19950628_OGH0002_0110OS00047_9500000_001