Rechtssatz RS0100949
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0100949
Entscheidungsdatum
16.12.2025
Rechtssatz
Ein Nichtigkeit begründender Mangel der schriftlichen Rechtsbelehrung gemäß § 345 Abs 1 Z 8 StPO liegt nur dann vor, wenn sie eine erhebliche sachliche Unrichtigkeit enthält oder hinsichtlich wesentlicher rechtlicher Begriffe unvollständig oder so undeutlich und widerspruchsvoll ist, dass die Geschwornen bei Lösung wesentlicher Rechtsbegriffe irregeleitet werden konnten. Die Erörterung überflüssiger Rechtsfragen wird dagegen in der Regel selbst dann keine Nichtigkeit begründen, wenn sie unrichtig ist.Ein Nichtigkeit begründender Mangel der schriftlichen Rechtsbelehrung gemäß Paragraph 345, Absatz eins, Ziffer 8, StPO liegt nur dann vor, wenn sie eine erhebliche sachliche Unrichtigkeit enthält oder hinsichtlich wesentlicher rechtlicher Begriffe unvollständig oder so undeutlich und widerspruchsvoll ist, dass die Geschwornen bei Lösung wesentlicher Rechtsbegriffe irregeleitet werden konnten. Die Erörterung überflüssiger Rechtsfragen wird dagegen in der Regel selbst dann keine Nichtigkeit begründen, wenn sie unrichtig ist.
Entscheidungstexte
- 14 Os 40/93
Entscheidungstext OGH 18.05.1993 14 Os 40/93
- 15 Os 48/05f
Entscheidungstext OGH 28.06.2005 15 Os 48/05f
Vgl auch; Beisatz: Die zusätzliche Erörterung überflüssiger Rechtsfragen begründet keine Nichtigkeit. (T1)
- 11 Os 102/07w
Entscheidungstext OGH 25.09.2007 11 Os 102/07w
Vgl auch; Beis wie T1
- 14 Os 89/08g
Entscheidungstext OGH 14.10.2008 14 Os 89/08g
Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
- 12 Os 39/08i
Entscheidungstext OGH 22.08.2008 12 Os 39/08i
- 12 Os 82/13w
Entscheidungstext OGH 15.01.2014 12 Os 82/13w
Auch; Beisatz: Ein Nichtigkeit begründender Mangel der schriftlichen Rechtsbelehrung liegt nur dann vor, wenn sie eine erhebliche sachliche Unrichtigkeit enthält oder hinsichtlich wesentlicher rechtlicher Begriffe unvollständig oder so undeutlich oder widerspruchsvoll ist, dass die Geschworenen bei der Lösung wesentlicher Rechtsbegriffe irregeleitet werden konnten. Überflüssige Ausführungen, selbst wenn sie unzutreffend wären, machen eine Rechtsbelehrung jedoch nicht zu einer unrichtigen. (T2)
- 12 Os 12/16f
Entscheidungstext OGH 03.03.2016 12 Os 12/16f
Auch
- 12 Os 85/17t
Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 85/17t
Auch
- 11 Os 35/17g
Entscheidungstext OGH 19.12.2017 11 Os 35/17g
Auch
- 12 Os 91/17z
Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 91/17z
Vgl; Beisatz: Hier wurde die Behandlung irrelevanter Rechtsfragen in Zusammenschau mit anderen Mängeln der Rechtsbelehrung als nichtigkeitsbegründend gewertet. (T3)
- 11 Os 116/17v
Entscheidungstext OGH 30.01.2018 11 Os 116/17v
Auch
- 15 Os 88/18g
Entscheidungstext OGH 26.09.2018 15 Os 88/18g
Auch
- 14 Os 1/20h
Entscheidungstext OGH 17.03.2020 14 Os 1/20h
Vgl
- 15 Os 57/22d
Entscheidungstext OGH 27.07.2022 15 Os 57/22d
- 11 Os 132/25h
Entscheidungstext OGH 16.12.2025 11 Os 132/25h
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0100949
Zuletzt aktualisiert am
05.02.2026
Dokumentnummer
JJR_19930518_OGH0002_0140OS00040_9300000_001