Rechtssatz RS0102171
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0102171
Entscheidungsdatum
11.02.2010
Rechtssatz
Jede Partei eines Msch-Verfahrens kann schon allein durch eine dem Gericht nachgewiesene Bevollmächtigung eines anderen (etwa des Ehegatten oder eines Nachbarn) zur Vertretung im Verfahren die individuelle Zustellung gerichtlicher Schriftstücke erzwingen. Es wäre ein Wertungswiderspruch, würde man dafür nicht auch ein bloßes Ersuchen um individuelle Zustellung genügen lassen.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 2144/96x
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 5 Ob 2144/96x
- 5 Ob 263/09a
Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 263/09a
Auch; Beisatz: Allein das „Auftreten“ einer Partei im Verfahren bedeutet keinen Antrag auf individuelle Zustellung. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102171
Zuletzt aktualisiert am
04.10.2022
Dokumentnummer
JJR_19960625_OGH0002_0050OB02144_96X0000_002