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Rechtssatz RS0107027×

Rechtssatz RS0107027

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht, Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0107027

Entscheidungsdatum

07.04.2011

Rechtssatz

Im Gegensatz zur Unschuldsvermutung des Artikel 6, Absatz 2, MRK reicht in der Haftfrage das Bestehen hinreichenden Verdachts der Verübung einer strafbaren Handlung, also - auch nach der Rechtsprechung der Straßburger Instanzen - ein bloßer prima-facie-Beweis aus.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 37/97
    Entscheidungstext OGH 03.04.1997 15 Os 37/97
  • 13 Os 138/97
    Entscheidungstext OGH 10.12.1997 13 Os 138/97
  • 15 Os 50/03
    Entscheidungstext OGH 10.04.2003 15 Os 50/03
    Auch; nur: Im Gegensatz zur Unschuldsvermutung des Art 6 Abs 2 MRK reicht in der Haftfrage das Bestehen hinreichenden Verdachts der Verübung einer strafbaren Handlung aus. (T1)
  • 1 Ob 138/04g
    Entscheidungstext OGH 25.06.2004 1 Ob 138/04g
    Auch; Beisatz: Ein hinreichender Verdacht iSd Art 5 Abs 1 lit c EMRK setzt Fakten oder Informationen voraus, die einen objektiven Beobachter überzeugen würden, dass der vom Verdacht Betroffene eine strafbare Handlung begangen haben könnte. (T2)
  • 11 Os 28/06m
    Entscheidungstext OGH 25.04.2006 11 Os 28/06m
    Auch
  • 12 Os 112/07y
    Entscheidungstext OGH 18.09.2007 12 Os 112/07y
    Auch; Beisatz: Mit der Unschuldsvermutung (Art 6 Abs 2 MRK) kann die Annahme eines dringenden Tatverdachtes nie in Widerspruch treten. (T3)
  • 13 Os 23/11y
    Entscheidungstext OGH 07.04.2011 13 Os 23/11y
    Auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107027

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.10.2011

Dokumentnummer

JJR_19970403_OGH0002_0150OS00037_9700000_001