Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0107044×

Rechtssatz RS0107044

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0107044

Entscheidungsdatum

02.07.2025

Rechtssatz

Dem strafbestimmenden Wertbetrag kommt für das zulässige Höchstmaß der Geldstrafe und damit für den im Einzelfall anzuwendenden gesetzlichen Strafrahmen entscheidende Bedeutung zu. Das Fehlen einer solchen Berechnungsgrundlage im Urteil begründet auch dann Nichtigkeit gemäß Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, StPO, wenn die verhängte Geldstrafe im Ergebnis die durch die Aktenlage indizierte Grenze des gesetzlichen Strafrahmens nicht überschreitet.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 16/97
    Entscheidungstext OGH 27.02.1997 15 Os 16/97
  • 13 Os 46/00
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 13 Os 46/00
    Auch; Beisatz: Der Strafausspruch erweist sich als nichtig, wenn der Verkürzungsbetrag aus den Urteilsgründen rechnerisch nicht nachvollzogen werden kann. (T1)
  • 14 Os 79/99
    Entscheidungstext OGH 31.08.2001 14 Os 79/99
  • 11 Os 117/02
    Entscheidungstext OGH 22.10.2002 11 Os 117/02
    Vgl auch
  • 14 Os 17/05i
    Entscheidungstext OGH 10.05.2005 14 Os 17/05i
    Auch; Beisatz: Hier: Fehlende Berechnungsgrundlagen für den strafbestimmenden Betrag der Wertersatzstrafe. (T2)
  • 13 Os 117/08t
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 13 Os 117/08t
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Da der strafbestimmende Wertbetrag (§ 33 Abs 5 FinStrG) nichts anderes ist als das Ergebnis der rechtlichen Beurteilung eines Sachverhalts (Tatsachenebene), der im Urteil den Kriterien der Z 5 (und 5a) des § 281 Abs 1 StPO entsprechend beweiswürdigend fundiert sein muss (Begründungsebene), bedeutet - sofern die Gerichtszuständigkeit dadurch nicht berührt wird (§ 53 FinStrG) - ein Fehlen von Feststellungen zum strafbestimmenden Wertbetrag Nichtigkeit nach Z 11 erster Fall (Rechtsfehler mangels Feststellungen) und ein Begründungsmangel (oder das Bestehen erheblicher Bedenken) in Betreff der zum strafbestimmenden Wertbetrag konstatierten Tatsachen Nichtigkeit nach Z 11 erster Fall in Verbindung mit Z 5 (oder 5a) des § 281 Abs 1 StPO (WK-StPO § 281 Rz 670). (T3)
  • 13 Os 9/08k
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 13 Os 9/08k
    Auch; Beisatz: Hier: Nichtigkeit aus Z 11 erster Fall, weil in Ansehung der Geldstrafe die Zusammensetzung des Abgabenbetrags (§ 35 Abs 4 FinStrG) den Entscheidungsgründen nicht zu entnehmen war. (T4)
  • 13 Os 42/09i
    Entscheidungstext OGH 15.10.2009 13 Os 42/09i
    Auch
  • 13 Os 19/08f
    Entscheidungstext OGH 15.10.2009 13 Os 19/08f
    Auch
  • 13 Os 139/10f
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 139/10f
    Auch
  • 13 Os 137/11p
    Entscheidungstext OGH 10.05.2012 13 Os 137/11p
    Auch; Beisatz: Enthalten die Entscheidungsgründe keine Feststellungen zur Höhe des strafbestimmenden Wertbetrags bewirkt dies, da solcherart die tatsächliche Grundlage für die Beurteilung gerichtlicher Strafbarkeit fehlt, Nichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 9 lit a StPO. (T5)
    Beisatz: Hier: Verkürzungsbetrag nach §§ 33 Abs 5 und 37 Abs 2 FinStrG und Bemessungsgrundlage nach §§ 44 Abs 2 und 46 Abs 2 FinStrG. (T6)
  • 13 Os 18/16w
    Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 18/16w
    Auch
  • 13 Os 140/18i
    Entscheidungstext OGH 16.01.2019 13 Os 140/18i
    Auch; Beis wie T3
  • 14 Os 71/24h
    Entscheidungstext OGH 05.11.2024 14 Os 71/24h
    vgl; Beisatz wie T3
    Beisatz: Hier: Zum Verfall. (T7)
  • 14 Os 72/24f
    Entscheidungstext OGH 13.05.2025 14 Os 72/24f
    vgl; Beisatz wie T3; Beisatz wie T7
  • 13 Os 14/25w
    Entscheidungstext OGH 02.07.2025 13 Os 14/25w
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107044

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2025

Dokumentnummer

JJR_19970227_OGH0002_0150OS00016_9700000_001