Rechtssatz RS0109752
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0109752
Entscheidungsdatum
24.09.2008
Rechtssatz
Der Ausschluss der Haftung für leicht fahrlässige Beeinträchtigung in AGB von Leben und Gesundheit war seit jeher sittenwidrig und damit schon vor Inkrafttreten des § 31 f KSchG unwirksam.Der Ausschluss der Haftung für leicht fahrlässige Beeinträchtigung in AGB von Leben und Gesundheit war seit jeher sittenwidrig und damit schon vor Inkrafttreten des Paragraph 31, f KSchG unwirksam.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 400/97y
Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 400/97y
Veröff: SZ 71/58
- 1 Ob 93/00h
Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 93/00h
- 6 Ob 160/00y
Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 160/00y
Auch; Beisatz: Die Freizeichnung von der Haftung für Personenschäden in AGBs ist auch insoweit, als sie sich auf leichte Fahrlässigkeit bezieht, schon ganz allgemein als Verstoß gegen die guten Sitten zu beurteilen, sie war deshalb auch schon vor dem Inkrafttreten des § 6 Abs 1 Z 9 KSchG als gröbliche Benachteiligung des anderen Teils unwirksam. (T1); Beisatz: Hier: Haftungsfreizeichnung in der Badeordnung eines Schwimmbadbetreibers. (T2)
- 6 Ob 333/00i
Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 333/00i
Auch; Beis ähnlich wie T1
- 6 Ob 55/02k
Entscheidungstext OGH 07.11.2002 6 Ob 55/02k
Auch; Beis wie T1
- 6 Ob 304/02b
Entscheidungstext OGH 23.01.2003 6 Ob 304/02b
Auch
- 1 Ob 216/04b
Entscheidungstext OGH 12.10.2004 1 Ob 216/04b
Auch
- 2 Ob 144/08b
Entscheidungstext OGH 24.09.2008 2 Ob 144/08b
Beis wie T1; Beisatz: Was die Rechtsprechung zu Freizeichnungsklauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen judiziert, muss wegen der im gegebenen Zusammenhang bestehenden Gleichbehandlung im Gesetz (§ 879 Abs 3 ABGB; vgl auch § 864a ABGB, § 6 Abs 3 KSchG) auch für Vertragsformblätter gelten. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109752
Zuletzt aktualisiert am
09.01.2009
Dokumentnummer
JJR_19980324_OGH0002_0010OB00400_97Y0000_001