Rechtssatz RS0110987
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0110987
Entscheidungsdatum
24.06.2025
Rechtssatz
Auch bei der Auswahl eines Verfahrenssachwalters nach § 238 Abs 1 AußStrG ist § 281 ABGB anzuwenden.Auch bei der Auswahl eines Verfahrenssachwalters nach Paragraph 238, Absatz eins, AußStrG ist Paragraph 281, ABGB anzuwenden.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 296/98p
Entscheidungstext OGH 12.11.1998 2 Ob 296/98p
- 10 Ob 60/00x
Entscheidungstext OGH 04.04.2000 10 Ob 60/00x
Auch
- 7 Ob 323/01b
Entscheidungstext OGH 13.03.2002 7 Ob 323/01b
- 2 Ob 163/10z
Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 163/10z
Auch; Beisatz: Da sich insoweit durch § 119 AußStrG 2005 im Vergleich zum früheren AußStrG (§ 238 AußStrG aF) nichts geändert hat, ist mit der Judikatur zu diesem davon auszugehen, dass die Kriterien des ABGB, somit nunmehr jene des § 279 ABGB, weiterhin auch auf die Bestellung des Verfahrenssachwalters anzuwenden sind. (T1)
- 1 Ob 187/10x
Entscheidungstext OGH 23.11.2010 1 Ob 187/10x
Auch; Beis wie T1
- 7 Ob 184/12b
Entscheidungstext OGH 14.11.2012 7 Ob 184/12b
Vgl auch; Beisatz: § 279 ABGB, der die Auswahl des Sachwalters regelt, ist auch auf die Auswahl eines Verfahrenssachwalters (§ 119 AußStrG) und einstweiligen Sachwalters (§ 120 AußStrG) anzuwenden. (T2); Beisatz: Der Sachwalterverein kann nicht ohne seine Zustimmung zum Sachwalter bestellt werden. (T3)
- 7 Ob 9/18a
Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 9/18a
Vgl; Beis wie T2
- 2 Ob 185/18x
Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 185/18x
Auch; Beisatz: § 273 ABGB idF 2. ErwSchG. (T4)
- 6 Ob 147/21t
Entscheidungstext OGH 14.09.2021 6 Ob 147/21t
Vgl; Beis wie T2; Beis wie T4
- 4 Ob 41/23t
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.03.2023 4 Ob 41/23t
vgl; Beisatz wie T2; Beisatz wie T4
- 4 Ob 238/22m
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.04.2023 4 Ob 238/22m
Beisatz wie T2
Beisatz: Die gesetzliche Vermutung des Erreichens der Zumutbarkeitsgrenze des § 275 ABGB betrifft jede weitere Befassung in Erwachsenenschutzangelegenheiten und sei es auch „nur“ im Zusammenhang mit der Tätigkeit eines Rechtsbeistands. (T5)
Beisatz: Die gesetzliche Vermutung kann jedoch durch besondere Umstände entkräftet werden. (T6)
Anm: § 275 idF 2. ErwSchG, BGBl. I Nr. 59/2017
- 5 Ob 190/23m
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 30.11.2023 5 Ob 190/23m
Beisatz wie T2; Beisatz wie T4
Beisatz: hier: einstweiliger Erwachsenenvertreter (T7)
- 3 Ob 23/24i
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.04.2024 3 Ob 23/24i
Beisatz wie T2; Beisatz wie T4
Anm: Notare und Rechtsanwälte sind nach § 274 ABGB grundsätzlich auch zur Übernahme des Amtes eines Rechtsbeistandes verpflichtet, haben aber in den Fällen des § 275 ABGB ein Ablehnungsrecht. In sinngemäßer Anwendung des § 275 Z 1 ABGB besteht dann ein Recht eines Notars oder Rechtsanwalts, der nicht aufrecht in der Liste von zur Übernahme von Vorsorgevollmachten und gerichtlichen Erwachsenenvertretungen besonders geeigneten Notaren oder Rechtsanwälten eingetragen ist, zur Ablehnung der Übernahme der Vertretung des Betroffenen iSd § 119 AußStrG, „wenn die Besorgung der Angelegenheiten nicht vorwiegend Rechtskenntnisse erfordert“.
- 3 Ob 69/25f
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.06.2025 3 Ob 69/25f
Beisatz nur wie T2; Beisatz nur wie T4
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110987
Zuletzt aktualisiert am
11.07.2025
Dokumentnummer
JJR_19981112_OGH0002_0020OB00296_98P0000_001