Rechtssatz RS0111212
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0111212
Entscheidungsdatum
30.11.2006
Rechtssatz
Wenn der Verletzte die Unterlassung einer rufschädigenden Behauptung des Täters begehrt, ist das Klagebegehren vom Sachverhalt nicht gedeckt, wenn die bekämpfte Äußerung in einem Zitat einer Gerichtsentscheidung bestand und sich die Unrichtigkeit der Tatsachenbehauptung nur aus der Unvollständigkeit des Zitats durch Weglassen der wesentlichen Enscheidungsbegründung ergibt.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 244/98w
Entscheidungstext OGH 26.11.1998 6 Ob 244/98w
- 6 Ob 284/00h
Entscheidungstext OGH 14.12.2000 6 Ob 284/00h
Vgl auch; Beisatz: Die Unwahrheit einer Tatsachenbehauptung kann auch in der Unvollständigkeit des bekanntgegebenen Sachverhalts liegen, wodurch ein falscher Eindruck erweckt wird. (T1)
- 6 Ob 238/02x
Entscheidungstext OGH 10.10.2002 6 Ob 238/02x
Vgl auch; Beis wie T1
- 6 Ob 92/04d
Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 92/04d
Vgl
- 4 Ob 3/05b
Entscheidungstext OGH 26.04.2005 4 Ob 3/05b
Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Unvollständige Äußerungen, die einen unrichtigen Gesamteindruck hervorrufen, sind auch dann unwahr iSd § 7 UWG, wenn sie isoliert gesehen zutreffen. (T2)
- 6 Ob 250/06t
Entscheidungstext OGH 30.11.2006 6 Ob 250/06t
Auch; Beis ähnlich wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0111212
Dokumentnummer
JJR_19981126_OGH0002_0060OB00244_98W0000_001