Rechtssatz RS0112155
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0112155
Entscheidungsdatum
28.03.2023
Rechtssatz
Einem gutgläubigen Rechtsnachfolger kann das Auslegungsergebnis nur entgegengehalten werden, wenn es sich mit dem Servitutsumfang deckt, den der Erwerber bei vernünftigem Verständnis der Grundbuchseintragung und der entsprechenden Bestimmungen des in der Urkundensammlung befindlichen Servitutsbestellungsvertrags annehmen konnte. Ergibt sich daraus ein nach Art und Umfang weiteres Recht als nach Auslegung des Begründungsvertrags anzunehmen wäre, so hat der Erwerber das darüberhinausgehende Recht aufgrund des Vertrauens auf das Grundbuch erworben.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 120/99x
Entscheidungstext OGH 22.06.1999 4 Ob 120/99x
Veröff: SZ 72/103
- 6 Ob 323/02x
Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 323/02x
- 1 Ob 144/07v
Entscheidungstext OGH 22.10.2007 1 Ob 144/07v
Auch; nur: Einem gutgläubigen Rechtsnachfolger kann das Auslegungsergebnis nur entgegengehalten werden, wenn es sich mit dem Servitutsumfang deckt, den der Erwerber bei vernünftigem Verständnis der Grundbuchseintragung und der entsprechenden Bestimmungen des in der Urkundensammlung befindlichen Servitutsbestellungsvertrags annehmen konnte. (T1)
- 8 Ob 140/09k
Entscheidungstext OGH 19.05.2010 8 Ob 140/09k
Auch
- 1 Ob 210/15m
Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 210/15m
Auch
- 10 Ob 8/23h
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.03.2023 10 Ob 8/23h
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112155
Zuletzt aktualisiert am
27.07.2023
Dokumentnummer
JJR_19990622_OGH0002_0040OB00120_99X0000_001