Rechtssatz RS0112725
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0112725
Entscheidungsdatum
01.03.2017
Rechtssatz
Der zwingende Charakter der Erhaltungspflicht des Vermieters, was den Mietgegenstand selbst (also nicht die allgemeinen Teile im Sinne des § 3 Abs 2 Z 1 MRG) betrifft, bezieht sich nur auf die ernsten Schäden des Hauses, nicht aber jene Aufwendungen, die sonst noch notwendig sind, um den Mietgegenstand in brauchbaren Zustand zu versetzen.Der zwingende Charakter der Erhaltungspflicht des Vermieters, was den Mietgegenstand selbst (also nicht die allgemeinen Teile im Sinne des Paragraph 3, Absatz 2, Ziffer eins, MRG) betrifft, bezieht sich nur auf die ernsten Schäden des Hauses, nicht aber jene Aufwendungen, die sonst noch notwendig sind, um den Mietgegenstand in brauchbaren Zustand zu versetzen.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 79/99k
Entscheidungstext OGH 20.10.1999 3 Ob 79/99k
- 1 Ob 228/00m
Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 228/00m
Auch; Beisatz: Die reine Oberflächengestaltung im Inneren eines Mietobjekts durch Malerei, Tapeten etc kann selbst bei größtem Kostenaufwand nicht in die gesetzliche Erhaltungspflicht des Vermieters fallen. (T1)
- 7 Ob 218/00k
Entscheidungstext OGH 11.07.2001 7 Ob 218/00k
Auch
- 5 Ob 42/02s
Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 42/02s
Vgl auch; Beisatz: Der Einfluss des Schadens auf die Brauchbarkeit eines Bestandobjektes ist für sich allein nicht ausschlaggebend. (T2)
- 5 Ob 194/02v
Entscheidungstext OGH 27.08.2002 5 Ob 194/02v
Vgl auch; Beis wie T2
- 5 Ob 233/04g
Entscheidungstext OGH 07.12.2004 5 Ob 233/04g
Vgl auch; Beis wie T2
- 8 Ob 153/06t
Entscheidungstext OGH 18.12.2006 8 Ob 153/06t
- 5 Ob 173/10t
Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 173/10t
Vgl aber; Beisatz: Seit der WRN 2006 befinden sich in § 3 Abs 2 Z 2 MRG zwei selbständige Tatbestände für die Verpflichtung des Vermieters, Arbeiten im vermieteten Objekt vorzunehmen, nämlich neben der Verpflichtung zur Behebung von ernsten Schäden des Hauses nunmehr auch die Verpflichtung zur Beseitigung einer vom Mietgegenstand ausgehenden erheblichen Gesundheitsgefährdung. (T3); Beisatz: Beide Tatbestände weisen unterschiedliche Voraussetzungen auf und haben unterschiedliche Teile des Gesamtobjekts zum Gegenstand. (T4); Veröff: SZ 2010/136
- 5 Ob 175/10m
Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 175/10m
Vgl aber; Beis wie T3; Beis wie T4
- 5 Ob 174/10i
Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 174/10i
Vgl aber; Beis wie T3; Beis wie T4
- 4 Ob 191/10g
Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 191/10g
Vgl aber; Beis wie T3; Veröff: SZ 2011/35
- 8 Ob 27/14z
Entscheidungstext OGH 26.05.2014 8 Ob 27/14z
Auch; nur: Der zwingende Charakter der Erhaltungspflicht nach § 3 Abs 2 Z 2 MRG bezieht sich nur auf ernste Schäden des Hauses oder vom Mietgegenstand ausgehende erhebliche Gesundheitsgefährdungen. (T5)
- 5 Ob 88/14y
Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 88/14y
Vgl auch; Beisatz: Sind aber Bleirohre im Inneren des Hauses für eine Trinkwasserkontamination ursächlich, so trifft den Vermieter grundsätzlich eine Behebungspflicht unabhängig davon, ob es sich um Leitungen im Mietobjekt selbst oder Leitungen in den allgemeinen Teilen des Hauses handelt. (T6)
- 5 Ob 237/16p
Entscheidungstext OGH 01.03.2017 5 Ob 237/16p
Auch; nur T5; Beisatz: Der Einwand, der Mieter habe selbst die Erhaltungspflicht (im Zusammenhang mit Änderungen des Bestandgegenstands nach § 9 MRG) übernommen, kann daher im Verfahren nach § 37 Abs 1 Z 2 iVm § 6 MRG nicht erhoben werden. (T7)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112725
Zuletzt aktualisiert am
20.04.2017
Dokumentnummer
JJR_19991020_OGH0002_0030OB00079_99K0000_002