Rechtssatz RS0113644
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0113644
Entscheidungsdatum
27.09.2017
Rechtssatz
Der gesamte kongruente Schadenersatzanspruch geht bereits mit dem Eintritt des Versicherungsfalles auf den "ersten" Sozialversicherungsträger über und verbleibt niemals beim Geschädigten. Für den Schädiger stellt sich der Wechsel auf Seiten des Sozialversicherungsträgers wie ein Gläubigerwechsel dar. Der "zweite" Sozialversicherungsträger (hier die klagende Partei), auf den der ursprüngliche Regressanspruch der zunächst zuständig gewesenen Gebietskrankenkasse übergegangen ist, muss sich alle Verhaltensweisen und Unterlassungen des ursprünglich leistungszuständigen Sozialversicherungsträgers zurechnen lassen (hier: Verjährungsverzicht).
Entscheidungstexte
- 2 Ob 119/00i
Entscheidungstext OGH 17.05.2000 2 Ob 119/00i
- 2 Ob 268/06k
Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 268/06k
Auch; nur: Der gesamte kongruente Schadenersatzanspruch geht bereits mit dem Eintritt des Versicherungsfalles auf den Sozialversicherungsträger über und verbleibt niemals beim Geschädigten. (T1)
- 2 Ob 172/08w
Entscheidungstext OGH 25.03.2009 2 Ob 172/08w
Auch; nur T1
- 8 Ob 126/11d
Entscheidungstext OGH 24.10.2012 8 Ob 126/11d
Vgl auch
- 2 Ob 207/14a
Entscheidungstext OGH 19.11.2015 2 Ob 207/14a
Auch; nur T1
- 7 Ob 77/17z
Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 77/17z
Vgl auch; Beisatz: Hier: Ein nach § 332 ASVG auf den Sozialversicherungsträger übergegangener Schadenersatzanspruch wegen eines ärztlichen Kunstfehlers. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113644
Zuletzt aktualisiert am
14.06.2018
Dokumentnummer
JJR_20000517_OGH0002_0020OB00119_00I0000_001