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Rechtssatz RS0113812×

Rechtssatz RS0113812

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0113812

Entscheidungsdatum

02.07.2025

Rechtssatz

Im Fall einer einzigen Tat ist ohne ausdrückliche gesetzliche Anordnung prinzipiell von (echter) Idealkonkurrenz auszugehen. Soll gleichwohl Subsidiarität gelten, bedarf es einer zweifelsfreien Begründung, die in Abweichung von diesem Grundsatz die Annahme rechtfertigt, der Gesetzgeber habe an Stelle von Idealkonkurrenz stillschweigend Subsidiarität vorausgesetzt.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 107/99
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 14 Os 107/99
  • 13 Os 132/10a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 132/10a
    Beisatz: Weil im Gegensatz zur Spezialität, wo es keines besonderen Hinweises des Gesetzgebers auf die derogierende Wirkung des speziellen Tatbestands bedarf, bei der Subsidiarität aufgrund der gleichen begriffslogischen Lage auch Idealkonkurrenz in Frage kommt, ist in Bezug auf diesen Scheinkonkurrenztypus die ausdrückliche als die Normalform anzusehen. (T1)
    Beisatz: Für die Frage nach stillschweigender Subsidiarität kommt der systematischen Interpretation eine besondere Bedeutung zu. Dass die die verdrängende strafbare Handlung begründende Tat bloß versucht wurde, ändert nichts an vorliegender Subsidiarität. (T2)
  • 11 Os 24/11f
    Entscheidungstext OGH 19.05.2011 11 Os 24/11f
    Beisatz: Hier: Stillschweigende Subsidiarität oder tatbestandsmäßige Handlungseinheit bei einer Nötigung (§ 105 StGB) mehrerer Opfer verneint. (T3)
  • 11 Os 94/14t
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 11 Os 94/14t
    Auch; Beisatz: Keine Scheinkonkurrenz zwischen § 104a Abs 1 StGB und §§ 105, 106 Abs 1 Z 3 StGB. (T4)
  • 11 Os 109/15m
    Entscheidungstext OGH 27.10.2015 11 Os 109/15m
    Auch
  • 15 Os 32/17w
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 15 Os 32/17w
    Auch
  • 13 Os 115/16k
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 13 Os 115/16k
    Auch
  • 13 Os 22/18m
    Entscheidungstext OGH 12.09.2018 13 Os 22/18m
    Auch
  • 13 Os 85/18a
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 13 Os 85/18a
  • 14 Os 132/18w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 14 Os 132/18w
    Auch
  • 11 Os 126/19t
    Entscheidungstext OGH 10.12.2019 11 Os 126/19t
  • 13 Os 52/25h
    Entscheidungstext OGH 02.07.2025 13 Os 52/25h
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113812

Im RIS seit

28.07.2000

Zuletzt aktualisiert am

22.07.2025

Dokumentnummer

JJR_20000628_OGH0002_0140OS00107_9900000_006