Rechtssatz RS0115146
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0115146
Entscheidungsdatum
16.12.2013
Rechtssatz
Die ausgliedernde Einbringung eines Unternehmens (Betriebes) ohne Entgelt ist kein gesellschaftsrechtlich normierter Umgründungstyp, wie dies etwa eine Umwandlung, Verschmelzung oder Abspaltung mit der Wirkung einer Gesamtrechtsnachfolge wäre. Umgründungen nach Art III UmgrStG erfolgen im Wege der Einzelrechtsnachfolge.Die ausgliedernde Einbringung eines Unternehmens (Betriebes) ohne Entgelt ist kein gesellschaftsrechtlich normierter Umgründungstyp, wie dies etwa eine Umwandlung, Verschmelzung oder Abspaltung mit der Wirkung einer Gesamtrechtsnachfolge wäre. Umgründungen nach Artikel römisch drei, UmgrStG erfolgen im Wege der Einzelrechtsnachfolge.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 5/01f
Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 5/01f
- 6 Ob 4/01h
Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 4/01h
- 5 Ob 82/04a
Entscheidungstext OGH 07.12.2004 5 Ob 82/04a
Auch; Beisatz: Die Unternehmensübertragung bewirkt keine Gesamtrechtsnachfolge, sondern Einzelrechtsnachfolge. (T1)
- 3 Ob 217/06t
Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 217/06t
Auch; Beis wie T1
- 6 Ob 132/08t
Entscheidungstext OGH 01.10.2008 6 Ob 132/08t
Beisatz: Umgründungen nach Art III UmgrStG erfolgen im Wege der Einzelrechtsnachfolge aufgrund des Einbringungsvertrags, und zwar nicht zum vereinbarten Einbringungsstichtag - dieser markiert gemäß Art III § 13 UmgrStG lediglich ertragssteuerlich den Zeitpunkt des Übergangs der Einkunftsquelle -, sondern vielmehr zum Zeitpunkt der Firmenbucheintragung des Einbringungsvertrags. (T2)
- 7 Ob 256/08k
Entscheidungstext OGH 11.02.2009 7 Ob 256/08k
Vgl auch
- 6 Ob 242/11y
Entscheidungstext OGH 21.12.2011 6 Ob 242/11y
Vgl auch; Beis wie T2
- 6 Ob 160/13t
Entscheidungstext OGH 16.12.2013 6 Ob 160/13t
Vgl auch; Beisatz: Der Einbringungsvorgang nach Art III § 12 UmgrStG führt nicht zur Gesamtrechtsnachfolge, sofern dies nicht von einer - gegebenenfalls erst im Wege der Analogie zu gewinnenden - entsprechenden Norm angeordnet wird. (T3)
Beisatz: Das Fehlen einer § 142 UGB entsprechenden Regelung im Genossenschaftsrecht kann nicht als planwidrige Unvollständigkeit des Umgründungsrechts angesehen werden. (T4); Veröff: SZ 2013/123
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115146
Zuletzt aktualisiert am
23.02.2016
Dokumentnummer
JJR_20010426_OGH0002_0060OB00005_01F0000_003