Rechtssatz RS0116124
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0116124
Entscheidungsdatum
14.03.2006
Norm
ÖNorm A 2050 Pkt4.8.1
Rechtssatz
Die Frage, ob ein zwingender Grund für den Widerruf der Ausschreibung nach Ablauf der Angebotsfrist vorliegt, ist nur nach objektiven Kriterien zu lösen. Sie hängt nicht von der Beantwortung der weiteren Frage ab, ob der Auftraggeber den Widerruf verschuldete und von den bisherigen Bietern auf Ersatz des jeweiligen negativen Vertragsinteresses in Anspruch genommen werden kann.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 284/01y
Entscheidungstext OGH 17.12.2001 1 Ob 284/01y
Veröff: SZ 74/198
- 1 Ob 110/02m
Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 110/02m
Beisatz: Der Auftraggeber muss eine Ausschreibung auch dann widerrufen können, wenn nach deren Beginn schwerwiegende, schon vor Beginn von ihm fahrlässig verursachte Fehler hervorkommen, deren mangelnde Korrektur dem Grundsatz der sparsamsten Verwendung öffentlicher Mittel zuwiderlaufen könnte. (T1); Veröff: SZ 2003/26
- 4 Ob 86/05h
Entscheidungstext OGH 24.05.2005 4 Ob 86/05h
Beis wie T1
- 4 Ob 198/05d
Entscheidungstext OGH 14.03.2006 4 Ob 198/05d
Auch; Beis wie T1
Schlagworte
Ausgabe 1993-01
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0116124
Dokumentnummer
JJR_20011217_OGH0002_0010OB00284_01Y0000_005