Rechtssatz RS0116606
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0116606
Entscheidungsdatum
26.06.2024
Rechtssatz
Der Pfandbestellungsvertrag ist nach den durch die Rechtsprechung zur Sittenwidrigkeit von Interzessionen durch Familienangehörige entwickelten Grundsätzen schon deshalb nicht sittenwidrig, weil es an einem krassen Missverhältnis zwischen dem Haftungsumfang und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Pfandschuldners als Interzedenten mangelt.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 93/02m
Entscheidungstext OGH 11.06.2002 1 Ob 93/02m
- 9 Ob 80/03k
Entscheidungstext OGH 09.07.2003 9 Ob 80/03k
- 8 Ob 81/03z
Entscheidungstext OGH 26.02.2004 8 Ob 81/03z
Beisatz: Muss doch der Pfandschuldner für eine materiell fremde Schuld nur mit einem im Zeitpunkt der Verpfändung schon vorhandenen Vermögenswert einstehen, weshalb keine krasse Überforderung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Interzedenten eintreten kann. (T1)
- 6 Ob 32/04f
Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 32/04f
Beis wie T1; Beisatz: Aus denselben Erwägungen kommt auch eine richterliche Mäßigung nach § 25d KSchG nicht in Betracht (so schon 9 Ob 85/02v). (T2)
- 7 Ob 260/06w
Entscheidungstext OGH 28.03.2007 7 Ob 260/06w
Beis wie T2
- 7 Ob 205/07h
Entscheidungstext OGH 26.09.2007 7 Ob 205/07h
- 7 Ob 176/16g
Entscheidungstext OGH 13.10.2016 7 Ob 176/16g
- 9 Ob 37/24t
Entscheidungstext OGH 26.06.2024 9 Ob 37/24t
Beisatz wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116606
Zuletzt aktualisiert am
12.08.2024
Dokumentnummer
JJR_20020611_OGH0002_0010OB00093_02M0000_001