Rechtssatz RS0117460
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0117460
Entscheidungsdatum
27.03.2012
Norm
ABGB §1042 C3
BBetrG §1 Abs1
BBetrG §2 Abs2 letzter Satz
BBetrG §3
Rechtssatz
Der Bund kann sich der seiner gesetzlichen Selbstbindung entsprechenden Leistungspflicht nicht dadurch entziehen, dass er zunächst grundsätzlich auf die Leistungen Dritter zur Beseitigung einer akuten wirtschaftlichen Notlage von Asylwerbern spekuliert. Somit können den Bund nicht die in Erwartung des Ersatzes erbrachten Leistungen Dritter entlasten, wenn diese Dritten zur Bewältigung einer akuten witschaftlichen Notlage von Asylwerbern einspringen mussten, nachdem sich der Bund seiner gesetzlichen Leistungspflicht durch die willkürliche Verweigerung der Bundesbetreuung vorerst entzogen hatte.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 272/02k
Entscheidungstext OGH 24.02.2003 1 Ob 272/02k
Veröff: SZ 2003/17
- 5 Ob 98/05f
Entscheidungstext OGH 20.09.2005 5 Ob 98/05f
Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Aus der Anwendung des §2 Abs1 Satz2 BBetrG iS der durch die AsylG-Nov2003 (BGBlI101/2003) vorgenommenen authentischen Interpretation folgt, dass mangels Hilfsbedürftigkeit der Asylwerber keine Leistungspflicht des Bundes bestand. (T1); Beisatz: Hier: BBetrG idF BGBl I 101/2003). (T2); Veröff: SZ 2005/132
- 4 Ob 213/11v
Entscheidungstext OGH 27.03.2012 4 Ob 213/11v
Vgl; Beisatz: Hier: Zur Hilfsbedürftigkeit nach § 2 Abs 2 Kärntner Grundversorgungsgesetz (K‑GrvG). (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0117460
Zuletzt aktualisiert am
31.05.2012
Dokumentnummer
JJR_20030224_OGH0002_0010OB00272_02K0000_003