Rechtssatz RS0118282
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0118282
Entscheidungsdatum
22.10.2024
Rechtssatz
Im Hinblick auf die Notwendigkeit einer gemeinschaftsweit einheitlichen Auslegung des Zustimmungsbegriffs ist dieser unmittelbar aufgrund des Gemeinschaftsrechts auszulegen. Danach muss die Zustimmung des Markeninhabers positiven Ausdruck gefunden haben und die Anhaltspunkte, die für eine konkludente Zustimmung sprechen, müssen mit Bestimmtheit einen Verzicht des Markeninhabers darauf erkennen lassen, sich auf sein ausschließliches Recht zu berufen. Die Beweislast für das Vorliegen der Zustimmung trifft nicht den Markeninhaber, sondern denjenigen, der sich darauf beruft.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 210/03s
Entscheidungstext OGH 18.11.2003 4 Ob 210/03s
- 17 Ob 11/07b
Entscheidungstext OGH 10.07.2007 17 Ob 11/07b
Auch; Beisatz: Die Zustimmung des Markeninhabers kann auch schlüssig erteilt werden. (T1)
- 4 Ob 154/17a
Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 154/17a
Vgl
- 4 Ob 233/23b
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.10.2024 4 Ob 233/23b
vgl; Beisatz: Anderes gilt, wenn dem Beklagten der Beweis gelingt, dass durch das Verhalten des Markeninhabers eine Marktabschottung innerhalb des EWR droht (vgl RS0125253). (T2)
- 4 Ob 56/24z
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.10.2024 4 Ob 56/24z
vgl; Beisatz wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0118282
Zuletzt aktualisiert am
17.12.2024
Dokumentnummer
JJR_20031118_OGH0002_0040OB00210_03S0000_002