Rechtssatz RS0118518
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0118518
Entscheidungsdatum
26.02.2021
Norm
ABGB §1425
stmk LStVG 1964 §50
Rechtssatz
Die Ausfolgung des gerichtlich hinterlegten Entschädigungsbetrags an den Enteigneten hat über dessen Antrag stattzufinden, auch wenn er in der Zwischenzeit die Entscheidung des Gerichts begehrt hat und die im Enteignungserkenntnis bestimmte Entschädigungssumme nur als Teilzahlung anerkennt (Abgehen von SZ 61/97).
Entscheidungstexte
- 1 Ob 263/03p
Entscheidungstext OGH 16.12.2003 1 Ob 263/03p
Veröff: SZ 2003/167
- 9 Ob 9/04w
Entscheidungstext OGH 11.02.2004 9 Ob 9/04w
Auch; Beisatz: Sinn der die Enteignung selbst und die Höhe der Enteignungsentschädigung regelnden Bestimmungen des LStVG 1964 kann es nicht sein, dem Enteigneten die von der Behörde selbst festgelegte Summe-nicht selten Jahre lang-vorzuenthalten, nur weil er sich nicht bereit findet, mangels eines ihm ausreichend scheinenden Angebots über die Höhe der Entschädigung ein Übereinkommen zu treffen oder sich mit der im Enteignungsbescheid genannten Summe abzufinden, obwohl ihm die Möglichkeit gegeben ist, die Höhe der zu leistenden Entschädigung gerichtlich festsetzen zu lassen. (T1)
- 7 Ob 19/04a
Entscheidungstext OGH 25.02.2004 7 Ob 19/04a
Beis wie T1
- 2 Ob 10/04s
Entscheidungstext OGH 26.02.2004 2 Ob 10/04s
- 2 Ob 298/03t
Entscheidungstext OGH 26.02.2004 2 Ob 298/03t
- 7 Ob 9/04f
Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 9/04f
Beis wie T1; Beisatz: Durch die Anrufung des Gerichts wird nicht der Erlagstitel (=Feststellung der Enteignung) strittig, sondern lediglich die Höhe der Enteignungsentschädigung. (T2)
- 7 Ob 68/04g
Entscheidungstext OGH 21.04.2004 7 Ob 68/04g
Beis wie T1
- 10 Ob 1/21a
Entscheidungstext OGH 26.02.2021 10 Ob 1/21a
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0118518
Zuletzt aktualisiert am
26.04.2021
Dokumentnummer
JJR_20031216_OGH0002_0010OB00263_03P0000_001