Rechtssatz RS0119092
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0119092
Entscheidungsdatum
23.11.2023
Rechtssatz
Die Korrektheit in erster Instanz getroffener Feststellungen (Z 2 bis 5a) ist, auch soweit es um die Möglichkeit diversioneller Erledigung geht, nur insoweit Gegenstand der Nichtigkeitsbeschwerde, als die Konstatierungen - ohnehin - für Schuld oder Subsumtion entscheidende Tatsachen betreffen. Gegenstand der Z 10a ist nämlich abgesehen vom Fall eines Feststellungsmangels ausschließlich die rechtsfehlerhafte Beurteilung der tatsächlichen Urteilsannahmen, nicht aber deren einwandfreie Ermittlung.Die Korrektheit in erster Instanz getroffener Feststellungen (Ziffer 2 bis 5 a) ist, auch soweit es um die Möglichkeit diversioneller Erledigung geht, nur insoweit Gegenstand der Nichtigkeitsbeschwerde, als die Konstatierungen - ohnehin - für Schuld oder Subsumtion entscheidende Tatsachen betreffen. Gegenstand der Ziffer 10 a, ist nämlich abgesehen vom Fall eines Feststellungsmangels ausschließlich die rechtsfehlerhafte Beurteilung der tatsächlichen Urteilsannahmen, nicht aber deren einwandfreie Ermittlung.
Entscheidungstexte
- 13 Os 16/04
Entscheidungstext OGH 19.05.2004 13 Os 16/04
- 14 Os 84/06v
Entscheidungstext OGH 14.11.2006 14 Os 84/06v
nur: Gegenstand der Z 10a ist nämlich abgesehen vom Fall eines Feststellungsmangels ausschließlich die rechtsfehlerhafte Beurteilung der tatsächlichen Urteilsannahmen, nicht aber deren einwandfreie Ermittlung (WK-StPO § 281 Rz 581, 659 ff). (T1); Beisatz: Ein Urteil ist demnach - unter dem hier interessierenden Aspekt - dann nichtig im Sinn des Z 10a, wenn die darin enthaltenen Feststellungen die Nichtanwendung der Diversion nicht zu tragen vermögen. (T2)
- 13 Os 35/07g
Entscheidungstext OGH 02.05.2007 13 Os 35/07g
Auch
- 11 Os 51/07w
Entscheidungstext OGH 19.06.2007 11 Os 51/07w
Auch; Beisatz: Die Darstellung des Nichtigkeitsgrundes nach § 281 Abs 1 Z 10a StPO ist - unter Beachtung der Notwendigkeit des kumulativen Vorliegens der Voraussetzungen nach § 90a StPO - auf der Basis der Urteilsfeststellungen methodisch korrekt zu entwickeln. (T3)
- 14 Os 76/07v
Entscheidungstext OGH 28.08.2007 14 Os 76/07v
nur T1; Beisatz: Ein Urteil ist demnach dann nichtig im Sinn des Z 10a, wenn die darin enthaltenen Feststellungen die Nichtanwendung der Diversion nicht zu tragen vermögen. (T4)
- 12 Os 84/08g
Entscheidungstext OGH 22.08.2008 12 Os 84/08g
Vgl auch; Beis wie T3
- 12 Os 27/09a
Entscheidungstext OGH 28.05.2009 12 Os 27/09a
Vgl; Beisatz: Die Diversionsrüge hat - wie bei Geltendmachung materieller Nichtigkeit stets geboten - am Urteilssachverhalt festzuhalten. (T5); Beisatz: Das Unterbleiben einer diversionellen Erledigung durch die Staatsanwaltschaft (§ 7 JGG) ist einer Anfechtung im Nichtigkeitsverfahren nicht zugänglich. (T6)
- 12 Os 189/09z
Entscheidungstext OGH 11.02.2010 12 Os 189/09z
nur T1; Beis wie T2
- 17 Os 34/14z
Entscheidungstext OGH 13.10.2014 17 Os 34/14z
Auch
- 14 Os 52/16b
Entscheidungstext OGH 28.06.2016 14 Os 52/16b
Auch
- 14 Os 58/16k
Entscheidungstext OGH 02.08.2016 14 Os 58/16k
Auch
- 12 Os 166/16b
Entscheidungstext OGH 02.03.2017 12 Os 166/16b
Auch; nur: Gegenstand der Diversionsrüge (Z 10a) ist ausschließlich die rechtsfehlerhafte Nichtanwendung der Diversion. (T7)
- 14 Os 11/21f
Entscheidungstext OGH 23.03.2021 14 Os 11/21f
Vgl
- 11 Os 79/22k
Entscheidungstext OGH 27.09.2022 11 Os 79/22k
Vgl
- 12 Os 41/23f
Entscheidungstext OGH 23.11.2023 12 Os 41/23f
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119092
Zuletzt aktualisiert am
10.01.2024
Dokumentnummer
JJR_20040519_OGH0002_0130OS00016_0400000_002