Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0119260×

Rechtssatz RS0119260

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0119260

Entscheidungsdatum

25.03.2025

Rechtssatz

Jedenfalls seit Geltung des durch BGBl 1994/507 eingefügten Paragraph 28 a, GOG ist ein Verstoß gegen die Geschäftsverteilung aus Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer eins, StPO grundsätzlich relevant.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 72/04
    Entscheidungstext OGH 13.07.2004 14 Os 72/04
  • 15 Os 48/06g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2007 15 Os 48/06g
    Beisatz: Entsprechend dem im Grundrecht auf ein Verfahren vor dem gesetzlichen Richter und im Prinzip der festen Geschäftsverteilung zum Ausdruck kommenden Grundsatz der objektiven Vorhersehbarkeit der Richter-(Geschworenen-)bank bewirkt ein Verstoß gegen die in der Geschworenendienstliste vorgegebene Reihenfolge dann Nichtigkeit im Sinne des § 345 Abs 1 Z 1 StPO, wenn vom gesetzlich determinierten Prinzip der nach dem Zufall zu erfolgenden Besetzung der Geschworenenbank willkürlich, mithin in sachlich unvertretbarer Weise abgewichen wird. (T1)
  • 15 Os 95/07w
    Entscheidungstext OGH 22.11.2007 15 Os 95/07w
    Auch; Beis wie T1
  • 15 Os 103/07x
    Entscheidungstext OGH 11.10.2007 15 Os 103/07x
    Auch; Bem: Vgl gegenteilig RS0053591. (T2)
  • 11 Os 19/07i
    Entscheidungstext OGH 18.12.2007 11 Os 19/07i
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 13 Os 39/09y
    Entscheidungstext OGH 27.08.2009 13 Os 39/09y
    Auch; Beisatz: Geschworene (und Schöffen) unterfallen formell nicht dem Begriff des Richters im Sinn der Art 83 Abs 2, 87 Abs 3 B-VG. Die Regelungen betreffend den Einsatz der Geschworenen in der durch das Los bestimmten Reihenfolge der Dienstliste bei Vorsorge für Verhinderungsfälle sind hinsichtlich der Laienrichter als Äquivalent für die in Art 87 Abs 3 B-VG verankerte feste Geschäftsverteilung anzusehen (WK-StPO § 281 Rz 107). (T3)
  • 11 Os 25/17m
    Entscheidungstext OGH 25.04.2017 11 Os 25/17m
    Vgl
  • 11 Os 125/19w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2020 11 Os 125/19w
    Vgl
  • 14 Os 61/23m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2025 14 Os 61/23m
    vgl; Beisatz: Mit Blick auf den entscheidenden Zweck des Grundrechts auf den gesetzlichen Richter gem Art 83 Abs 2 B-VG iVm Art 6 Abs 1 MRK allein zur Urteilsaufhebung führende Nichtigkeit infolge Willkür liegt aber dann nicht vor, wenn der Personalsenat aufgrund des Karenzantritts einer Richterin, der zu einer unbesetzten Gerichtsabteilung geführt hätte und bei Anwendung der bestehenden Vertretungsregelungen geeignet gewesen wäre, eine bedeutende Änderung in der individuell verfügbaren Personalkapazität zu bewirken, die Neuzuteilung eines Verfahrens beschließt. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119260

Im RIS seit

12.08.2004

Zuletzt aktualisiert am

06.08.2025

Dokumentnummer

JJR_20040713_OGH0002_0140OS00072_0400000_003