Rechtssatz RS0119623
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0119623
Entscheidungsdatum
24.10.2023
Rechtssatz
Eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nach § 21 Abs l StGB setzt eine mit Strafe bedrohte Handlung voraus, die nur dann gegeben ist, wenn sowohl der objektive als auch der subjektive Tatbestand des Deliktes erfüllt ist.Eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nach Paragraph 21, Abs l StGB setzt eine mit Strafe bedrohte Handlung voraus, die nur dann gegeben ist, wenn sowohl der objektive als auch der subjektive Tatbestand des Deliktes erfüllt ist.
Entscheidungstexte
- 15 Os 149/04
Entscheidungstext OGH 13.01.2005 15 Os 149/04
- 11 Os 66/07a
Entscheidungstext OGH 03.07.2007 11 Os 66/07a
Beisatz: Die Anlasstat muss als folgerichtige Betätigung eines auf die Herbeiführung des verpönten Erfolges gerichteten Willens erscheinen; hinter ihr muss ein Täterwille stehen, der dem Täter, hätte er mit Bewusstsein und Einsicht eines geistig gesunden Menschen gehandelt, nach § 5 StGB zuzurechnen wäre. (T1)
Beisatz: Hier: Keine Feststellungen zur subjektiven Tatseite. (T2)
- 13 Os 134/07s
Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 134/07s
Vgl auch; Beisatz: Keine Feststellungen zur subjektiven Tatseite, Nichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 9 lit a StPO. (T3)
- 13 Os 129/07f
Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 129/07f
Vgl auch; Beisatz: Die Anordnung der vorbeugenden Maßnahmen nach § 21 Abs 1 StGB setzt voraus, dass durch das Handeln des Betroffenen sowohl der objektive als auch der subjektive Tatbestand der in Rede stehenden Strafnorm erfüllt ist (WK-StGB - 2 § 21 Rz 14). (T4)
- 13 Os 5/08x
Entscheidungstext OGH 24.04.2008 13 Os 5/08x
Beisatz: Ein Tatbildirrtum, welcher auf der die Zurechnungsfähigkeit ausschließenden geistigen oder seelischen Abnormität höheren Grades beruht, ist beachtlich. (T5)
Beisatz: Wer meint, durch sein Verhalten den objektiv gegebenen Fürsorgepflichten nachzukommen, weil er gerade sein Vorgehen zur Gewährleistung der Fürsorge für geboten hält, befindet sich in einem Irrtum über den Inhalt seiner Fürsorgepflicht und will diese durch sein- objektiv- pflichtwidriges Tun gerade nicht vernachlässigen. Unterliegt der Betroffene solcherart einem Wertungsirrtum in Betreff dieses normativen Tatbestandsmerkmals kommt eine auf Vernachlässigen (§ 92 Abs 2 StGB) gegründete Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nach § 21 Abs 1 StGB nicht in Betracht (§ 7 Abs 1 StGB). (T6)
- 11 Os 111/10y
Entscheidungstext OGH 28.09.2010 11 Os 111/10y
Vgl
- 15 Os 141/14w
Entscheidungstext OGH 03.12.2014 15 Os 141/14w
- 14 Os 32/15k
Entscheidungstext OGH 28.04.2015 14 Os 32/15k
Vgl
- 15 Os 192/15x
Entscheidungstext OGH 17.02.2016 15 Os 192/15x
Auch
- 14 Os 78/18d
Entscheidungstext OGH 11.09.2018 14 Os 78/18d
Auch
- 15 Os 11/20m
Entscheidungstext OGH 04.03.2020 15 Os 11/20m
- 12 Os 14/20f
Entscheidungstext OGH 27.02.2020 12 Os 14/20f
- 12 Os 69/20v
Entscheidungstext OGH 22.07.2020 12 Os 69/20v
Vgl
- 15 Os 91/21b
Entscheidungstext OGH 24.08.2021 15 Os 91/21b
Vgl
- 14 Os 97/23f
Entscheidungstext OGH 24.10.2023 14 Os 97/23f
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119623
Zuletzt aktualisiert am
13.12.2023
Dokumentnummer
JJR_20050113_OGH0002_0150OS00149_0400000_002