Rechtssatz RS0120239
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0120239
Entscheidungsdatum
23.02.2018
Rechtssatz
Ein Urteil, das auf einer Parteiendisposition über den geltend gemachten Anspruch beruht und dem daher keine Sachverhaltsermittlung durch das Gericht zugrundeliegt, ist in gleicher Weise der materiellen Rechtskraft teilhaft wie ein Urteil, das nach einem kontradiktorischen Verfahren gefällt wurde; es kommt ihm daher die gleiche Bindungswirkung zu.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 163/05g
Entscheidungstext OGH 15.09.2005 4 Ob 163/05g
Veröff: SZ 2005/131
- 2 Ob 161/06z
Entscheidungstext OGH 01.02.2007 2 Ob 161/06z
Beisatz: Wesentlich für eine solche Bindung ist jedoch, ob der von der Parteidisposition (zB Anerkenntnis) umfasste Anspruch auch die Hauptfrage darstellte, die im Folgeprozess Vorfrage ist, weil nur die Haupt-, nicht aber eine Vorfragenbeurteilung des Vorprozesses bindet. (T1)
- 5 Ob 75/09d
Entscheidungstext OGH 15.09.2009 5 Ob 75/09d
Beis ähnlich wie T1
- 8 ObA 62/11t
Entscheidungstext OGH 29.09.2011 8 ObA 62/11t
Auch; Beisatz: Das Prozesshindernis der rechtskräftig entschiedenen Streitsache wird durch alle Entscheidungen begründet, denen im selben Umfang wie den (allen) inländischen Zivilurteilen Feststellungswirkung zukommt. (T2)
- 8 ObA 42/17k
Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 ObA 42/17k
Auch
- 8 ObA 6/18t
Entscheidungstext OGH 23.02.2018 8 ObA 6/18t
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120239
Zuletzt aktualisiert am
16.04.2018
Dokumentnummer
JJR_20050915_OGH0002_0040OB00163_05G0000_001