Rechtssatz RS0120608
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0120608
Entscheidungsdatum
28.01.2026
Rechtssatz
Die Bestimmung gilt generell für jede verspätete Zahlung von Geldforderungen zwischen Unternehmern aus einem unternehmerischen Geschäft und zwar auch für Schadenersatzforderungen und unabhängig davon, um welchen Vertragstyp es sich handelt. Nicht entscheidend ist, ob die Geldforderung aus der Verletzung einer vertragstypischen Hauptleistung oder einer vertraglichen Nebenpflicht resultiert.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 15/06h
Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 15/06h
- 7 Ob 49/06s
Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 49/06s
Auch; Beisatz: Die gesetzliche Bestimmung des § 1333 Abs 2 ABGB idF des ZinsRÄG umfasst auch Leistungen aus Versicherungsverträgen. (T1)
- 7 Ob 152/06p
Entscheidungstext OGH 18.04.2007 7 Ob 152/06p
Auch; Beis wie T1
- 4 Ob 28/09k
Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 28/09k
Vgl auch; Beisatz: Hier: Schadenersatzanspruch aus einem Geschäft zwischen zwei Unternehmern. (T2)
Veröff: SZ 2009/48
- 3 Ob 183/10y
Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 183/10y
Auch
- 1 Ob 37/12s
Entscheidungstext OGH 22.06.2012 1 Ob 37/12s
nur: Die Bestimmung gilt generell für jede verspätete Zahlung von Geldforderungen zwischen Unternehmern aus einem unternehmerischen Geschäft. (T3)
Beis wieT2; Beisatz: Eine Einstellung der Unternehmenstätigkeit nach Begründung der Geldforderung ist ohne Bedeutung. (T4)
- 7 Ob 202/12z
Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 202/12z
Vgl auch; Auch Beis wie T1; Veröff: SZ 2012/145
- 6 Ob 74/15y
Entscheidungstext OGH 31.07.2015 6 Ob 74/15y
Auch; Beisatz: Gleiches gilt auch für vertragliche Leistungskondiktionen. (T5)
- 1 Ob 17/16f
Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 17/16f
Vgl; Beisatz: § 352 UGB ‑ bzw nun § 456 UGB idFd Zahlungsverzugsgesetzes BGBl I 2013/50 bei ab dem 16.3.2013 geschlossenen Verträgen ‑ setzt ein beiderseitiges Unternehmergeschäft voraus. (T6)
Beisatz: Hier: Für eine Übertragung der Rechtsfolgen des § 352 UGB auf Schadenersatzansprüche einer Prozesspartei gegen einen durch öffentlich‑rechtlichen Akt bestellten (Gerichts‑)Sachverständigen besteht keine taugliche Analogiebasis. (T7)
- 6 Ob 185/17z
Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 185/17z
Beisatz: Hier: Durch die Formulierung des Zinsenbegehrens „... samt Zinsen aus Unternehmen ab 1.11.2010“ wurde erkennbar auf § 352 UGB aF Bezug genommen. (T8)
- 6 Ob 126/18z
Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 126/18z
Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Die Regelung unternehmerischer Verzugszinsen knüpft an den Unternehmensträger an. Außerdem muss das Geschäft zum Betrieb des Unternehmens gehören. Der Unternehmerbegriff entspricht insofern jenem des § 1 Abs 2 KSchG. (T9); Veröff: SZ 2018/112
- 6 Ob 233/24v
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 28.01.2026 6 Ob 233/24v
Beisatz wie T3; Beisatz wie T5; Beisatz wie T6
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120608
Zuletzt aktualisiert am
02.04.2026
Dokumentnummer
JJR_20060309_OGH0002_0060OB00015_06H0000_001