Rechtssatz RS0121296
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0121296
Entscheidungsdatum
03.03.2016
Rechtssatz
Die angelastete Behebung eines Geldbetrages aus der Betrugsbeute unterfällt nicht dem für Hehlerei erforderten Objekt einer unmittelbar deliktisch erlangten körperlichen Sache.
Entscheidungstexte
- 14 Os 80/06f
Entscheidungstext OGH 10.10.2006 14 Os 80/06f
- 15 Os 130/06s
Entscheidungstext OGH 29.03.2007 15 Os 130/06s
Vgl auch; Beisatz: Ersatzsachen sind nicht mehr hehlereitauglich (z.B. aus einem Umtausch der Beute). (WK2 § 164 Rz 7) (T1)
Beisatz: Hier: Umtausch der in Schillingwährung bestehenden Beute in Euro vor Übernahme durch den Hehler. (T2)
- 13 Os 36/12m
Entscheidungstext OGH 05.07.2012 13 Os 36/12m
Vgl auch
- 12 Os 117/15w
Entscheidungstext OGH 03.03.2016 12 Os 117/15w
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Wird eine „Ersatzsache“ weitergegeben und vom Täter an sich gebracht, kommt ‑ bei entsprechendem Vorsatz (Wissentlichkeit in Ansehung der Vermögensherkunft aus einer geldwäschereitauglichen Vortat) ‑ Geldwäscherei nach § 165 Abs 2 erster Fall StGB in Betracht. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121296
Zuletzt aktualisiert am
13.04.2016
Dokumentnummer
JJR_20061010_OGH0002_0140OS00080_06F0000_001