Rechtssatz RS0121699
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0121699
Entscheidungsdatum
18.12.2014
Rechtssatz
Da die von der Rechtsprechung bei der Auslegung des § 70 StGB gemachte Einschränkung, wonach dann, wenn das beabsichtigte Einkommen insgesamt die Bagatellgrenze nicht hätte überschreiten sollen, gewerbsmäßige Begehung ausscheidet, eine negative Tatbestandsvoraussetzung in den Fällen des § 130 erster und vierter Fall StGB darstellt, bedarf es zur prozessförmigen Darstellung mangelnder derartiger Feststellungen eines Hinweises auf dahin weisende, in der Hauptverhandlung vorgekommene Indizien.Da die von der Rechtsprechung bei der Auslegung des Paragraph 70, StGB gemachte Einschränkung, wonach dann, wenn das beabsichtigte Einkommen insgesamt die Bagatellgrenze nicht hätte überschreiten sollen, gewerbsmäßige Begehung ausscheidet, eine negative Tatbestandsvoraussetzung in den Fällen des Paragraph 130, erster und vierter Fall StGB darstellt, bedarf es zur prozessförmigen Darstellung mangelnder derartiger Feststellungen eines Hinweises auf dahin weisende, in der Hauptverhandlung vorgekommene Indizien.
Entscheidungstexte
- 13 Os 139/06z
Entscheidungstext OGH 24.01.2007 13 Os 139/06z
- 11 Os 74/08d
Entscheidungstext OGH 24.06.2008 11 Os 74/08d
- 13 Os 2/09g
Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 2/09g
Vgl
- 14 Os 23/14p
Entscheidungstext OGH 08.04.2014 14 Os 23/14p
- 12 Os 140/14a
Entscheidungstext OGH 18.12.2014 12 Os 140/14a
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0121699
Zuletzt aktualisiert am
10.03.2015
Dokumentnummer
JJR_20070124_OGH0002_0130OS00139_06Z0000_001