Rechtssatz RS0123888
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0123888
Entscheidungsdatum
22.10.2015
Norm
EO §387
EuGVÜ Art24
LGVÜ Art24
NahversG §7 Abs4
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art31
Rechtssatz
Ungeschriebene Voraussetzung für die Anordnung einstweiliger Maßnahmen nach Art 31 EuGVVO ist, dass zwischen dem Gerichtsstand der beantragten Maßnahmen und der gebietsbezogenen Zuständigkeit des Mitgliedstaats des angerufenen Gerichts eine „reale Verknüpfung" besteht.Ungeschriebene Voraussetzung für die Anordnung einstweiliger Maßnahmen nach Artikel 31, EuGVVO ist, dass zwischen dem Gerichtsstand der beantragten Maßnahmen und der gebietsbezogenen Zuständigkeit des Mitgliedstaats des angerufenen Gerichts eine „reale Verknüpfung" besteht.
Entscheidungstexte
- 16 Ok 3/08
Entscheidungstext OGH 16.07.2008 16 Ok 3/08
Bem: Unter Hinweis auf EuGH, Rs C-391/95, Van Uden/Deco-Line. (T1); Veröff: SZ 2008/102
- 17 Ob 13/10a
Entscheidungstext OGH 16.12.2010 17 Ob 13/10a
Auch; Bem wie T1; Beisatz: Reale Verknüpfung verneint bei angestrebtem Verbot an ausländischen Beklagten, Behauptungen auf einem Drittmarkt zu unterlassen. (T2)
- 4 Ob 2/12s
Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 2/12s
Auch
- 10 Ob 73/15f
Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 73/15f
Beis wie T1; Beisatz: Hier: Reale Verknüpfung verneint bei angestrebtem Gebot an eine im Inland ansässige Beklagte, mit einem vor einem slowenischen Gericht in eine in Slowenien gelegene Liegenschaft geführten Exekutionsverfahren innezuhalten. (T3);
Veröff: SZ 2015/119
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123888
Zuletzt aktualisiert am
18.04.2018
Dokumentnummer
JJR_20080716_OGH0002_0160OK00003_0800000_011