Gründe:
Der am 16. Februar 1923 geborene Kaufmann Hans E***, der am 2. April 1925 geborene Geschäftsführer Dr. Ulrich T*** und der am 28. Jänner 1935 geborene Geschäftsführer Arthur L*** - die beiden Erstgenannten sind deutsche, L*** ist schweizerischer Staatsbürger - wurden, abweichend von der ihnen das Verbrechen der betrügerischen Krida nach § 156 StGB. anlastenden Anklage, des Vergehens der Vollstreckungsvereitelung nach § 162 Abs. 1 und 2 StGB., Dr. T*** teilweise auch in der Entwicklungsstufe des Versuchs nach § 15 StGB., schuldig erkannt. Darnach haben: Hans E*** als Geschäftsführer der S***-K*** GesmbH Leobendorf (§ 161 Abs. 1 StGB.), Dr. Ulrich T*** teilweise als Beteiligter nach § 12 StGB. - wohl dritter Fall, was aber (Einheitstäterschaft) gleichgültig ist (13 Os 114/86) - sowie (richtig) teilweise als leitender Angestellter der S***-K*** GesmbH bzw. als Geschäftsführer der S***-V*** GesmbH und Arthur L*** (der Zusatz "als Beteiligter gemäß § 12 StGB." ist eine Leerformel: siehe 13 Os 168/86) Vermögen der S***-K*** GesmbH mit dem Sitz in Leobendorf sowie deren Rechtsnachfolgerin, der L*** M*** GesmbH mit dem Sitz in Leobendorf beiseite geschafft und dadurch die Befriedigung der Gläubigerin Anna T*** hinsichtlich ihrer Forderung zu 3 Cg 62/79 des Kreisgerichts Korneuburg vereitelt, wobei der durch die Tat herbeigeführte Schaden 5.000 S übersteigt, indemDer am 16. Februar 1923 geborene Kaufmann Hans E***, der am 2. April 1925 geborene Geschäftsführer Dr. Ulrich T*** und der am 28. Jänner 1935 geborene Geschäftsführer Arthur L*** - die beiden Erstgenannten sind deutsche, L*** ist schweizerischer Staatsbürger - wurden, abweichend von der ihnen das Verbrechen der betrügerischen Krida nach Paragraph 156, StGB. anlastenden Anklage, des Vergehens der Vollstreckungsvereitelung nach Paragraph 162, Absatz eins und 2 StGB., Dr. T*** teilweise auch in der Entwicklungsstufe des Versuchs nach Paragraph 15, StGB., schuldig erkannt. Darnach haben: Hans E*** als Geschäftsführer der S***-K*** GesmbH Leobendorf (Paragraph 161, Absatz eins, StGB.), Dr. Ulrich T*** teilweise als Beteiligter nach Paragraph 12, StGB. - wohl dritter Fall, was aber (Einheitstäterschaft) gleichgültig ist (13 Os 114/86) - sowie (richtig) teilweise als leitender Angestellter der S***-K*** GesmbH bzw. als Geschäftsführer der S***-V*** GesmbH und Arthur L*** (der Zusatz "als Beteiligter gemäß Paragraph 12, StGB." ist eine Leerformel: siehe 13 Os 168/86) Vermögen der S***-K*** GesmbH mit dem Sitz in Leobendorf sowie deren Rechtsnachfolgerin, der L*** M*** GesmbH mit dem Sitz in Leobendorf beiseite geschafft und dadurch die Befriedigung der Gläubigerin Anna T*** hinsichtlich ihrer Forderung zu 3 Cg 62/79 des Kreisgerichts Korneuburg vereitelt, wobei der durch die Tat herbeigeführte Schaden 5.000 S übersteigt, indem
1. Hans E*** mit 25. Juni 1974 (offenbar aber erst mit 17. Dezember 1974: S. 102, 103/III) zum 31.Dezember 1974 der S***-K*** GesmbH Leobendorf die Generalvertretungsbefugnis der Firma S*** K*** GesmbH Sindelfingen betreffend alle Solo-Geräte für Österreich "aufkündigte" (was Hans E*** freilich nur als Gesellschafter und Geschäftsführer der S*** K*** Ges.m.b.H. Sindelfingen tun konnte),
2. Hans E*** und Arthur L*** sowie Dr. Ulrich T***
am 24. Feber 1975 die Gründung der S***-V*** GesmbH mit Sitz, Standort und Betriebsgegenstand wie die S***-K*** GesmbH Leobendorf mittels der S***-K*** GesmbH in Sindelfingen und der M*** I*** AG in Zug bewirkten und Dr. Ulrich T*** zum Geschäftsführer dieser neuen Gesellschaft bestellten;
3. Hans E*** als Geschäftsführer der L***
M*** GesmbH sowie Dr. Ulrich T*** und Arthur L*** die Einstellung der Handelstätigkeit der Firma S*** K*** GesmbH und die Neuanstellung der Angestellten dieser Gesellschaft bei gleichzeitiger Anrechnung ihrer Vordienstzeit und (zu ergänzen: Erfüllung ihrer) Abfertigungsansprüche sowie die Übernahme der Import- und Vertriebstätigkeit der S*** K*** GesmbH Leobendorf durch die neu gegründete S***-V*** GesmbH im ersten Halbjahr 1975 bewirkten;
4. die Änderung der S***-K*** GesmbH Leobendorf in
L*** M*** GesmbH am 6. Juni 1975 bewirkten;
überdies Dr. Ulrich T*** dadurch, daß er am 4. März 1976 versuchte, den Kreditrahmen über 1 Million Schilling der V*** S*** von der S***-K*** GesmbH auf die
S***-V*** GesmbH zu übertragen;
5. im Dezember 1975 Hans E*** als Geschäftsführer der L*** M*** GesmbH, Dr. Ulrich T*** als
sein Bevollmächtigter und Arthur L*** die Geschäftsanteile der Brüder Hans E*** und Ing. Heinz E*** an der
L*** M*** GesmbH mit dem Sitz in Leobendorf
an die M*** I***-H*** AG mit dem Sitz in Zug in der Schweiz
verkauften,
wodurch es geschehen konnte, daß das Urteil, mit welchem die Klage der Anna T*** gegen die L*** M***
GesmbH zu 3 Cg 62/79 des Kreisgerichts Korneuburg mit dem Zuspruch einer Forderung von 1,795.366,20 S am 31. Jänner 1980 in Rechtskraft erwuchs (offenbar gemeint: "daß das rechtskräftige Urteil, mit welchem der Klage ... stattgegeben worden ist, unvollstreckbar worden ist) und das Konkursverfahren über Antrag der L*** M*** GesmbH mit Beschluß des Kreisgerichts Korneuburg vom 8. Feber 1980, 6 S 3/80, eröffnet wurde. Das Erstgericht stellte (kurz zusammengefaßt) folgenden wesentlichen Sachverhalt fest:
Am 11. Juli 1959 hatten der Erstangeklagte Hans E***, sein inzwischen verstorbener Bruder Heinz E*** und der österreichische Kaufmann Ing. Friedrich T*** die S***-K*** GesmbH mit dem Sitz in Leobendorf gegründet. Im Feber 1966 erwarb die durch Hans E*** und Arthur L*** vertretene
I***-S***-M*** AG Neftenbach (Schweiz) den einvernehmlich mit 4,5 Millionen S bewerteten Hälfteanteil des Ing. Friedrich T*** um 1,350.000 S. Schon vor diesem förmlichen Verkauf war im Jahr 1965 vereinbart worden, daß rund zwei Drittel des Werts der Stammanteile des Ing. T*** dadurch aufgebracht werden sollten, daß Ing. T*** und seine Ehegattin Anna (weiterhin) Gehälter von der S*** K*** Ges.m.b.H. Leobendorf beziehen und sodann (bis 1985) pensionsberechtigt sein sollten. Die Ansprüche aus den Dienst- und Pensionsverträgen wurden derart wertgesichert, daß sie sich jeweils in dem Ausmaß erhöhten, als der Mindeststundenlohn eines qualifizierten Facharbeiters der Lohngruppe I von über 18 Jahren nach dem Kollektivertrag für eisen- und metallerzeugende und verarbeitende Industrie und Gewerbe sich gegenüber dem Ausgangsbetrag von 11,30 S, erhöht.I***-S***-M*** AG Neftenbach (Schweiz) den einvernehmlich mit 4,5 Millionen S bewerteten Hälfteanteil des Ing. Friedrich T*** um 1,350.000 S. Schon vor diesem förmlichen Verkauf war im Jahr 1965 vereinbart worden, daß rund zwei Drittel des Werts der Stammanteile des Ing. T*** dadurch aufgebracht werden sollten, daß Ing. T*** und seine Ehegattin Anna (weiterhin) Gehälter von der S*** K*** Ges.m.b.H. Leobendorf beziehen und sodann (bis 1985) pensionsberechtigt sein sollten. Die Ansprüche aus den Dienst- und Pensionsverträgen wurden derart wertgesichert, daß sie sich jeweils in dem Ausmaß erhöhten, als der Mindeststundenlohn eines qualifizierten Facharbeiters der Lohngruppe römisch eins von über 18 Jahren nach dem Kollektivertrag für eisen- und metallerzeugende und verarbeitende Industrie und Gewerbe sich gegenüber dem Ausgangsbetrag von 11,30 S, erhöht.
Dabei war die Entwicklung des Mindeststundenlohns für beide Vertragsparteien nicht absehbar. Der Vorteil des Verkäufers durch die gewählte Form der Abwicklung lag in der finanziellen Sicherung seiner eigenen Zukunft sowie der Zukunft seiner Ehegattin und allenfalls auch (vorübergehend) seiner Tochter, jener der Käuferin in der Abwälzung der Belastung von zwei Dritteln
des - wirtschaftlich von ihr geschuldeten - Kaufpreises auf die Leobendorfer Gesellschaft, verbunden mit den sich aus der (gewinnmindernden) Auszahlung von (fiktiven) Gehalts- und Pensionsleistungen ergebenden steuerlichen Vorteilen. Bis zum Tod des Ing. Friedrich T*** am 2.September 1968 wurden die geschuldeten Leistungen erbracht; ebenso in der Folge bis einschließlich Jänner 1975 die Pensionsansprüche der Anna T*** im vollen Ausmaß, sodann bis März 1976 ohne Berücksichtigung der weiteren Indexsteigerung (über das letztberücksichtigte Maß von 27,40 S auf 34 S hinaus). Grob gerechnet erhielten die Eheleute T*** aus dem Verkauf des Hälfteanteils an der S*** K*** GesmbH Leobendorf 1,350.000 S einmalig sowie in Summe 3,356.000 S an Gehältern und Pensionen. Dazu kommt noch der Betrag von 1,500.000 S im Jahr 1980 aus der Ablösung der auf der Liegenschaft EZ 1198 der Katastralgemeinde Leobendorf eingeräumten Pfandrechte zur Sicherstellung der Pensionsansprüche, sodaß ihnen insgesamt 6,210.000 S (rechnerisch exakt: 6,206.000 S) zuflossen. Seit 1971 (rückwirkend für 1969) erkannte das Finanzamt 40 Prozent der Pension der Anna T*** als verdeckte Gewinnausschüttung, sodaß ein entsprechender Betrag dem Gewinn - steuervermehrend - zugerechnet wurde. Dies und die unerwartet starke Indexsteigerung ließen die weitere Erfüllung der Vertragspflichten zum wirtschaftlichen Problem werden. Hans E***, der neben seiner wirtschaftlich beherrschenden Stellung im S***-K*** (Sindelfingen und Neftenbach) außerdem Geschäftsführer der Leobendorfer GesmbH war, beschloß nun, diese Gesellschaft wirtschaftlich auszuhöhlen und dann zu liquidieren, um künftigen Forderungen der Anna T*** aus dem Pensionsvertrag die wirtschaftliche Grundlage der Verwirklichung zu entziehen (S 101/III). Darüber stellte er das Einvernehmen mit Dr. T***, der ihn seit 1974 in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer in Österreich vertrat, und Arthur L***, der die Schweizer Konzernbetriebe leitet sowie von 1967 bis 1973 auch Geschäftsführer der Leobendorfer GesmbH gewesen war, her (S. 102/III).
In Verfolgung dieses Plans wurde 1975 eine
S***-V*** GesmbH mit dem Sitz in Leobendorf
gegründet, der Hans E*** als Geschäftsführer der alten Gesellschaft deren Betriebsstätte sowie weitere Objekte vermietete. Auf diese neue Vertriebsgesellschaft wurde die Handelstätigkeit der S***-K***, der schon zum Jahresende 1974 die Generalvertretung der Produkte von S***-S*** aufgekündigt worden war, schrittweise verlagert. Die S***-K*** GesmbH wurde in L*** M*** GesmbH umbenannt. Laut
einem "Scheinprotokoll" vom 14. Juni 1975 über eine ordentliche Generalversammlung sei beschlossen worden, den Jahresgewinn 1974 von 860.000 S an die Gesellschafter auszuschütten. Am 4. Dezember 1975 traten die Brüder E*** ihre Stammanteile an der
L*** M*** GesmbH der M*** I***-H*** AG
in Zug ab.
Am 4. März 1976 versuchte Dr. T*** bei der V***
S*** den der S***-K*** GesmbH eingeräumten Kreditrahmen
auf die S*** V*** GesmbH zu übertragen, was aber
abgelehnt wurde. Am 26. März 1976 erteilte Hans E*** als
Geschäftsführer die Vollmacht, die Grundstücke der
L*** M*** GesmbH an die S***
V*** GesmbH zu verkaufen, was in der Folge, und zwar zu einem nach der Ansicht des Erstgerichts, das diesbezüglich einen Freispruch fällte, zumindest gemäß den Vorstellungen der Angeklagten angemessenen Preis auch geschah.
Ein am 17. Feber 1976 der Anna T*** gemachtes Angebot, die Pensionszahlungen durch eine einmalige Abschlagszahlung zu beenden, wurde von dieser nicht angenommen. Nach fruchtlosen Verhandlungen kam es zum Prozeß, in dem die L*** M*** GesmbH
schließlich rechtskräftig zur Zahlung der aufgelaufenen Pensionen im Betrag von 1,795.366 S s.A. verurteilt wurde (Urteil des Kreisgerichts Korneuburg vom 7. September 1979, 3 Cg 62/79-11, rechtskräftig seit 31. Jänner 1980).
Am 8. Februar 1980 wurde über die L*** M***
GesmbH über ihren Antrag der Konkurs eröffnet, in der Folge aber mangels Gläubigermehrheit aufgehoben. Der Bericht des Masseverwalters zeigt die völlige Vermögenslosigkeit der Gesellschaft zu dieser Zeit (6 S 3/80 des Kreisgerichts Korneuburg). Die eingangs erwähnten Schuldsprüche bekämpfen die Staatsanwaltschaft (teilweise) zugunsten des Angeklagten Dr. T*** mit einer auf § 281 Abs. 1 Z. 10 StPO., sowie die drei Angeklagten (zur Gänze) mit getrennt ausgeführten, jeweils auf § 281 Abs. 1 Z. 5, 9 lit. a und b sowie (außer T***) 10 StPO. gestützten Nichtigkeitsbeschwerden.GesmbH über ihren Antrag der Konkurs eröffnet, in der Folge aber mangels Gläubigermehrheit aufgehoben. Der Bericht des Masseverwalters zeigt die völlige Vermögenslosigkeit der Gesellschaft zu dieser Zeit (6 S 3/80 des Kreisgerichts Korneuburg). Die eingangs erwähnten Schuldsprüche bekämpfen die Staatsanwaltschaft (teilweise) zugunsten des Angeklagten Dr. T*** mit einer auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 10, StPO., sowie die drei Angeklagten (zur Gänze) mit getrennt ausgeführten, jeweils auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, 9, Litera a und b sowie (außer T***) 10 StPO. gestützten Nichtigkeitsbeschwerden.