Rechtssatz RS0002491
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0002491
Entscheidungsdatum
22.10.2019
Rechtssatz
Im Falle des Bestehens eines Belastungsverbotes (§ 364c ABGB) ist die zwangsweise Pfandrechtsbegründung nur zulässig, wenn der Verbotsberechtigt zustimmt. Diese Zustimmung kann durch ein rechtskräftiges Urteil, wonach der Verbotsberechtigte der Exekutionsführung des betreibenden Gläubigers wegen bestimmter Forderungen zuzustimmen oder diese zu dulden hat, ersetzt werden.Im Falle des Bestehens eines Belastungsverbotes (Paragraph 364 c, ABGB) ist die zwangsweise Pfandrechtsbegründung nur zulässig, wenn der Verbotsberechtigt zustimmt. Diese Zustimmung kann durch ein rechtskräftiges Urteil, wonach der Verbotsberechtigte der Exekutionsführung des betreibenden Gläubigers wegen bestimmter Forderungen zuzustimmen oder diese zu dulden hat, ersetzt werden.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 83/79
Entscheidungstext OGH 03.10.1979 3 Ob 83/79
- 3 Ob 115/85
Entscheidungstext OGH 30.10.1985 3 Ob 115/85
auch
Anm: Veröff: NZ 1986,86 (Zust Hofmeister NZ 1986,95)
- 3 Ob 13/88
Entscheidungstext OGH 02.12.1987 3 Ob 13/88
Ähnlich; Beisatz: Hier: Urkundlicher Nachweis, dass der Liegenschaftseigentümer (durch Einantwortung) Gesamtrechtsnachfolger
des Verbotsberechtigten geworden ist. (T1)
- 5 Ob 68/94
Entscheidungstext OGH 05.07.1994 5 Ob 68/94
Vgl auch
- 7 Ob 136/98w
Entscheidungstext OGH 14.04.1999 7 Ob 136/98w
Vgl
- 2 Ob 185/04a
Entscheidungstext OGH 11.11.2004 2 Ob 185/04a
Auch
- 5 Ob 214/14b
Entscheidungstext OGH 27.01.2015 5 Ob 214/14b
Vgl auch; Beisatz: Bei fehlender ausdrücklicher Zustimmung des Verbotsberechtigten kann die Frage, ob dieser zur Zustimmung verpflichtet ist, nur im Prozessweg, nicht aber im Grundbuchverfahren geklärt werden. (T2)
- 5 Ob 160/19v
Entscheidungstext OGH 22.10.2019 5 Ob 160/19v
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0002491
Zuletzt aktualisiert am
08.04.2024
Dokumentnummer
JJR_19791003_OGH0002_0030OB00083_7900000_001