Rechtssatz RS0007918
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0007918
Entscheidungsdatum
10.11.2003
Rechtssatz
Wer eigenmächtig Nachlaßgegenstände in Besitz genommen hat, kann vom Abhandlungsgericht zur Herausgabe verhalten werden, falls dies zur Nachlaßsicherung geboten ist (so schon GlU 6304; GlUNF 7299; ZBl 1917/98).
Entscheidungstexte
- 3 Ob 564/87
Entscheidungstext OGH 07.10.1987 3 Ob 564/87
RZ 1988/20,90
- 6 Ob 116/88
Entscheidungstext OGH 07.07.1988 6 Ob 116/88
Vgl aber
- 1 Ob 651/89
Entscheidungstext OGH 11.10.1989 1 Ob 651/89
Auch
- 8 Ob 549/92
Entscheidungstext OGH 09.04.1992 8 Ob 549/92
Beisatz: Gibt der Sachwalter des Verstorbenen ein ihm als Legat ausgesetztes Sparbuch mit Beendigung der Sachwalterschaft nicht heraus, nimmt er hiemit eigenmächtig einen Nachlaßgegenstand in Besitz. (T1)
- 6 Ob 374/97m
Entscheidungstext OGH 15.01.1998 6 Ob 374/97m
- 7 Ob 234/03t
Entscheidungstext OGH 10.11.2003 7 Ob 234/03t
Beisatz: Wobei es nicht primär auf das Eigentumsrecht des Erblassers zum Todeszeitpunkt, sondern auf den noch aufrechten Besitzwillen des Erblassers und weiters darauf ankommt, dass der Fremdbesitz mala fide ausgeübt wird. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0007918
Dokumentnummer
JJR_19871007_OGH0002_0030OB00564_8700000_001