Rechtssatz RS0011310
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0011310
Entscheidungsdatum
18.12.2025
Rechtssatz
Ersitzung schafft zwar originär Eigentum, läßt aber nicht einen ersessenen Grundstreifen dem Grundstück des Ersitzers zuwachsen; der Grenzverlauf zwischen zwei Grundstücken kann nur durch einen bücherlichen Eigentumswechsel oder durch eine Berichtigung der strittigen Grenze geändert werden.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 583/85
Entscheidungstext OGH 22.05.1985 1 Ob 583/85
- 1 Ob 17/91
Entscheidungstext OGH 26.06.1991 1 Ob 17/91
nur: Der Grenzverlauf zwischen zwei Grundstücken kann nur durch einen bücherlichen Eigentumswechsel oder durch eine Berichtigung der strittigen Grenze geändert werden. (T1) = NZ 1992,292
- 1 Ob 229/97a
Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 229/97a
Auch; nur T1; Beisatz: Auf eine einverständliche Grenzerneuerung und Grenzberichtigung sind die §§ 850 bis 853 ABGB nicht anzuwenden. (T2)
- 1 Ob 13/99i
Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 13/99i
- 8 Ob 70/14y
Entscheidungstext OGH 25.08.2014 8 Ob 70/14y
- 1 Ob 12/21b
Entscheidungstext OGH 21.04.2021 1 Ob 12/21b
- 6 Ob 85/25f
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.12.2025 6 Ob 85/25f
Beisatz: Der vom Prozessgegner erbrachte Nachweis der Ersitzung im Grenzfeststellungsverfahren führt nicht zur Änderung der Grenze, sondern lediglich zu einer Abweisung des Begehrens auf Grenzfeststellung und Vermarkung. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0011310
Zuletzt aktualisiert am
27.02.2026
Dokumentnummer
JJR_19850522_OGH0002_0010OB00583_8500000_001