Rechtssatz RS0012445
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0012445
Entscheidungsdatum
21.03.2024
Rechtssatz
War der irrtümliche Beweggrund der einzige, so macht der Nachweis des Irrtums die letztwillige Verfügung ungültig. Der Nachweis des ursächlichen Zusammenhangs zwischen einer irrtümlichen Vorstellung des Erblassers und der letztwilligen Verfügung reicht hingegen nicht aus.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 646/78
Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 646/78
- 8 Ob 556/83
Entscheidungstext OGH 15.03.1984 8 Ob 556/83
- 7 Ob 634/84
Entscheidungstext OGH 13.09.1984 7 Ob 634/84
Vgl; Beisatz: Im Schrifttum wird die Wendung "einzig und allein" dahin verstanden, dass der irrige Beweggrund der ausschlaggebende gewesen sein muss und der Testator demnach ohne diesen die Verfügung nicht getroffen hätte. (T1)
- 4 Ob 606/88
Entscheidungstext OGH 10.01.1989 4 Ob 606/88
Beisatz: Hier: Irrtumsanfechtung einer Schenkung. (T2)
- 10 Ob 2/06a
Entscheidungstext OGH 27.06.2006 10 Ob 2/06a
Auch; Beisatz: Entgegen der überwiegenden Lehre, die den einfachen Kausalzusammenhang genügen lässt, wird von der höchstgerichtlichen Rechtsprechung der „Nachweis der Ausschließlichkeit des irrigen Beweggrundes" gefordert. (T3)
- 1 Ob 213/08t
Entscheidungstext OGH 25.11.2008 1 Ob 213/08t
Auch; Beis wie T3
- 6 Ob 168/13v
Entscheidungstext OGH 15.05.2014 6 Ob 168/13v
Vgl
- 2 Ob 41/19x
Entscheidungstext OGH 19.09.2019 2 Ob 41/19x
Veröff: SZ 2019/88
- 2 Ob 40/24g
Entscheidungstext OGH 21.03.2024 2 Ob 40/24g
vgl
Schlagworte
Motivirrtum, Irrtumsanfechtung
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0012445
Zuletzt aktualisiert am
29.04.2024
Dokumentnummer
JJR_19780907_OGH0002_0070OB00646_7800000_004