Rechtssatz RS0012966
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0012966
Geschäftszahl
5Ob271/69; 1Ob198/71; 7Ob615/80; 7Ob698/80; 6Ob10/81; 4OB2029/96b; 6Ob37/02p; 1Ob133/02v
Entscheidungsdatum
25.10.2002
Rechtssatz
Eine "Schenkung auf den Todesfall", bei der die Form des Notariatsakts eingehalten und auf das Recht des Widerrufes verzichtet wurde, gilt als "unter Lebenden" gemacht und ist nach § 785 ABS 1 ABGB hinzuzurechnen.Eine "Schenkung auf den Todesfall", bei der die Form des Notariatsakts eingehalten und auf das Recht des Widerrufes verzichtet wurde, gilt als "unter Lebenden" gemacht und ist nach Paragraph 785, ABS 1 ABGB hinzuzurechnen.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 271/69
Entscheidungstext OGH 05.11.1969 5 Ob 271/69
- 1 Ob 198/71
Entscheidungstext OGH 16.09.1971 1 Ob 198/71
EvBl 1972/184 S 348 = SZ 44/137
- 7 Ob 615/80
Entscheidungstext OGH 26.06.1980 7 Ob 615/80
Vgl; NZ 1981,36 = JN 1981,593
- 7 Ob 698/80
Entscheidungstext OGH 13.11.1980 7 Ob 698/80
Auch; JBl 1982,44
- 6 Ob 10/81
Entscheidungstext OGH 12.08.1981 6 Ob 10/81
Auch
- 4 Ob 2029/96b
Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2029/96b
Gegenteilig; Beisatz: Auf den Todesfall Beschenkte sind den Vermächtnisnehmern gleichzuhalten. (T1) Veröff: SZ 69/108
- 6 Ob 37/02p
Entscheidungstext OGH 18.04.2002 6 Ob 37/02p
Gegenteilig
- 1 Ob 133/02v
Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 133/02v
Vgl; Beisatz: Der Umstand, dass die Schenkung unter Lebenden gemacht wurde, besagt keineswegs, dass das geschenkte Gut (im Sinne des § 31 Abs 3 BWG) nicht "von Todes wegen erworben" worden wäre. (T2)
Beisatz: Schenkungen auf den Todesfall im Sinne des zweiten Falls des § 956 ABGB sind "unter Lebenden gemacht". Das auf den Todesfall Geschenkte bleibt bis zum Todeszeitpunkt Vermögen des Geschenkgebers; die Schenkung entfaltet ihre eigentliche Wirkung erst bei dessen Ableben. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0012966
Zuletzt aktualisiert am
20.03.2023
Dokumentnummer
JJR_19691105_OGH0002_0050OB00271_6900000_001