Rechtssatz RS0013992
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0013992
Geschäftszahl
5Ob643/76; 1Ob803/76; 5Ob570/77; 3Ob193/78; 3Ob587/80; 5Ob538/81; 5Ob688/82 (5Ob689/82; 5Ob690/82); 7Ob649/82; 3Ob692/82; 8Ob547/82; 5Ob558/84; 7Ob568/87; 1Ob2046/96f; 7Ob57/98b; 7Ob69/05f; 1Ob63/18y; 1Ob113/19b; 5Ob131/22h
Entscheidungsdatum
06.03.2023
Rechtssatz
Das Zustandekommen eines Vertrages setzt voraus, dass die Vertragsofferte vom Empfänger vorbehaltlos und vollkommen angenommen wird, dass also der Inhalt der Offerte vom Offerenten und von ihrem Empfänger übereinstimmend zur rechtsgeschäftlichen Norm erhoben wird (Koziol-Welser, Grundriß3 I 80). Erklärt der Empfänger der Offerte zwar, dass er sich für das Anbot entschieden hat, dass aber noch einige Teile des Angebots einschließlich des Preises gelöst werden müssen, bedeutet dies, dass er die Offerte mit einigen Ausnahmen, zu denen der Preis gehört, als Verhandlungsgrundlage betrachtet.Das Zustandekommen eines Vertrages setzt voraus, dass die Vertragsofferte vom Empfänger vorbehaltlos und vollkommen angenommen wird, dass also der Inhalt der Offerte vom Offerenten und von ihrem Empfänger übereinstimmend zur rechtsgeschäftlichen Norm erhoben wird (Koziol-Welser, Grundriß3 römisch eins 80). Erklärt der Empfänger der Offerte zwar, dass er sich für das Anbot entschieden hat, dass aber noch einige Teile des Angebots einschließlich des Preises gelöst werden müssen, bedeutet dies, dass er die Offerte mit einigen Ausnahmen, zu denen der Preis gehört, als Verhandlungsgrundlage betrachtet.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 643/76
Entscheidungstext OGH 29.07.1976 5 Ob 643/76
- 1 Ob 803/76
Entscheidungstext OGH 16.03.1977 1 Ob 803/76
nur: Das Zustandekommen eines Vertrages setzt voraus, dass die Vertragsofferte vom Empfänger vorbehaltlos und vollkommen angenommen wird, dass also der Inhalt der Offerte vom Offerenten und von ihrem Empfänger übereinstimmend zur rechtsgeschäftlichen Norm erhoben wird. (T1)
- 5 Ob 570/77
Entscheidungstext OGH 21.06.1977 5 Ob 570/77
nur T1
- 3 Ob 193/78
Entscheidungstext OGH 30.05.1979 3 Ob 193/78
nur T1
- 3 Ob 587/80
Entscheidungstext OGH 06.05.1981 3 Ob 587/80
nur T1
- 5 Ob 538/81
Entscheidungstext OGH 23.06.1981 5 Ob 538/81
Auch; Beisatz: Es ist ein unabdingbares Erfordernis für das Zustandekommen eines zweiseitigen Rechtsgeschäftes, dass Anbot und Annahmeerklärung vollkommen deckungsgleich sind. (T2) Veröff: JBl
1982,652
- 5 Ob 688/82
Entscheidungstext OGH 14.09.1982 5 Ob 688/82
Auch; nur T1; Beis wie T2
- 7 Ob 649/82
Entscheidungstext OGH 27.01.1983 7 Ob 649/82
Auch; Beis wie T2
- 3 Ob 692/82
Entscheidungstext OGH 09.03.1983 3 Ob 692/82
nur T1
- 8 Ob 547/82
Entscheidungstext OGH 19.05.1983 8 Ob 547/82
Auch; Beis wie T2
- 5 Ob 558/84
Entscheidungstext OGH 27.11.1984 5 Ob 558/84
nur T1
- 7 Ob 568/87
Entscheidungstext OGH 16.04.1987 7 Ob 568/87
Auch; nur T1
- 1 Ob 2046/96f
Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 2046/96f
Auch; nur T1; Beis wie T2
- 7 Ob 57/98b
Entscheidungstext OGH 10.03.1998 7 Ob 57/98b
Vgl; Beisatz: Die Annahme muss nach allgemeinen Auslegungsregeln zum Ausdruck bringen, dass der Erklärungsempfänger den Inhalt des Angebotes als vertragliche Regelung akzeptiert. (T3)
- 7 Ob 69/05f
Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 69/05f
nur T1
- 1 Ob 63/18y
Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 63/18y
Auch; Beisatz: Hier: Auftragsvertrag im Sinne des § 1002 ABGB, Rechtsanwalt. (T4)
- 1 Ob 113/19b
Entscheidungstext OGH 29.08.2019 1 Ob 113/19b
Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Die Ansicht des Rekursgerichts, es sei zwischen den Parteien eine verbindliche Vereinbarung über gesetzlichen Unterhalt zustande gekommen, bedarf schon mangels übereinstimmender Willenserklärung einer Korrektur. (T5)
- 5 Ob 131/22h
Entscheidungstext OGH 06.03.2023 5 Ob 131/22h
vgl; Beisatz nur wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0013992
Zuletzt aktualisiert am
11.04.2023
Dokumentnummer
JJR_19760729_OGH0002_0050OB00643_7600000_001