Rechtssatz RS0014167
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0014167
Entscheidungsdatum
17.11.2023
Rechtssatz
Die Vertrauenstheorie schützt nicht abstrakt den "Verkehr", sondern das Vertrauen eines konkreten Erklärungsempfängers. Negativ bedeutet diese Auffassung beim Vertragsabschluss, dass ein "objektiver" Vertragsinhalt, der von den Parteien übereinstimmend nicht gewollt ist, auch nicht auf ihren Willen zurückgeführt werden kann. Die Erklärung ist damit entsprechend dem tatsächlichen übereinstimmenden Verständnis der Beteiligten, also im Sinne ihres "natürlichen Konsenses" zu verstehen.
Entscheidungstexte
- 9 ObA 115/89
Entscheidungstext OGH 10.05.1989 9 ObA 115/89
- 4 Ob 556/90
Entscheidungstext OGH 06.11.1990 4 Ob 556/90
Auch
- 7 Ob 81/97f
Entscheidungstext OGH 21.05.1997 7 Ob 81/97f
Auch
- 9 ObA 51/15p
Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 ObA 51/15p
Vgl auch; Beisatz: Die Vertrauenstheorie schützt nicht abstrakt den "Verkehr", sondern das Vertrauen eines konkreten Erklärungsempfängers. (T1)
- 3 Ob 54/16m
Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 54/16m
Auch; Beis wie T1
- 1 Ob 214/16a
Entscheidungstext OGH 26.04.2017 1 Ob 214/16a
Auch
- 1 Ob 168/17p
Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 168/17p
Auch; nur: Die Erklärung ist entsprechend dem tatsächlichen übereinstimmenden Verständnis der Beteiligten, also im Sinne ihres "natürlichen Konsenses" zu verstehen. (T2)
- 8 Ob 80/23g
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.11.2023 8 Ob 80/23g
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0014167
Zuletzt aktualisiert am
15.01.2024
Dokumentnummer
JJR_19890511_OGH0002_009OBA00115_8900000_001