Rechtssatz RS0014332
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0014332
Entscheidungsdatum
18.02.2021
Rechtssatz
Die außergerichtliche Aufkündigung ist als Angebot zu einvernehmlicher Vertragsauflösung zu verstehen. Die schlüssige Annahme eines solchen Angebots setzt aber voraus, dass der Vermieter ein Verhalten an den Tag gelegt hat, das bei Berücksichtigung aller Umstände keinen Grund, daran zu zweifeln, übrig lässt.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 627/92
Entscheidungstext OGH 26.11.1992 1 Ob 627/92
Veröff: SZ 65/154 = EvBl 1993/121 S 522
- 1 Ob 651/92
Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 651/92
- 9 Ob 508/95
Entscheidungstext OGH 26.04.1995 9 Ob 508/95
Auch
- 8 Ob 2005/96b
Entscheidungstext OGH 29.02.1996 8 Ob 2005/96b
- 4 Ob 212/97y
Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 212/97y
Auch; nur: Die außergerichtliche Aufkündigung ist als Angebot zu einvernehmlicher Vertragsauflösung zu verstehen. (T1); Beisatz: Nimmt der Vermieter die unwirksame Aufkündigung an, so wird das Bestandverhältnis einvernehmlich aufgelöst. (T2)
- 9 Ob 75/98i
Entscheidungstext OGH 11.03.1998 9 Ob 75/98i
Auch
- 3 Ob 174/10z
Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 174/10z
Vgl aber; Beisatz: Seit der Neuregelung des § 33 Abs 1 MRG durch die WRN 2006 (BGBl 2006/124), modifiziert durch die ZVN 2009 (BGBl 2009/30), genügt nun eine schriftliche außergerichtliche Kündigung. (T3)
- 6 Ob 12/21i
Entscheidungstext OGH 18.02.2021 6 Ob 12/21i
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0014332
Zuletzt aktualisiert am
06.04.2021
Dokumentnummer
JJR_19921126_OGH0002_0010OB00627_9200000_001