Rechtssatz RS0014879
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0014879
Geschäftszahl
3Ob80/52; 3Ob356/53; 1Ob618/55; 3Ob627/52; 1Ob150/61; 7Ob678/76; 7Ob248/08h
Entscheidungsdatum
03.06.2009
Rechtssatz
Jemand, der durch Drohung mit einer Strafanzeige den Täter oder einen seiner Angehörigen zur Leistung der wirklich oder vermeintlich gebührenden Entschädigung oder zur Abgabe eines Leistungsversprechens für eine Verletzung bestimmt hat, veranlasst diese Rechtshandlungen nicht durch ungerechte Furcht. Nur dann, wenn der Verletzte unter Androhung einer Strafanzeige eine Entschädigung in einem offenbar unbegründeten Ausmaß verlang, wäre die Leistung der Entschädigung oder ihr Versprechen als durch ungerechte Furcht veranlasst anzusehen.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 80/52
Entscheidungstext OGH 02.04.1952 3 Ob 80/52
- 3 Ob 356/53
Entscheidungstext OGH 03.06.1953 3 Ob 356/53
- 1 Ob 618/55
Entscheidungstext OGH 23.11.1955 1 Ob 618/55
- 3 Ob 627/52
Entscheidungstext OGH 16.10.1952 3 Ob 627/52
- 1 Ob 150/61
Entscheidungstext OGH 19.04.1961 1 Ob 150/61
- 7 Ob 678/76
Entscheidungstext OGH 02.12.1976 7 Ob 678/76
Ähnlich; Beisatz: Geltendmachung der zivilrechtlichen Ansprüche im Adhäsionsverfahren. (T1)
- 7 Ob 248/08h
Entscheidungstext OGH 03.06.2009 7 Ob 248/08h
Auch; Veröff: SZ 2009/75
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0014879
Zuletzt aktualisiert am
09.10.2012
Dokumentnummer
JJR_19520402_OGH0002_0030OB00080_5200000_001