Rechtssatz RS0016690
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0016690
Entscheidungsdatum
22.02.2001
Rechtssatz
In der deutschen Rechtsprechung wurde wiederholt ausgesprochen, daß die ausschließliche Bezugsbindung 20 Jahre nicht überschreiten dürfe. Dies stelle in der Regel die äußerste Grenze einer noch nicht sittenwidrigen Bindung dar (BGHZ 74, 293, 298; NJW 1974, 2089, NZW 1972, 1459; Mayer-Maly aaO). Schlägt die Interessenabwägung eher zugunsten des Gastwirtes aus, sollte die ausschließliche Bezugsbindung 15 Jahre nicht übersteigen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 676/82
Entscheidungstext OGH 01.09.1982 1 Ob 676/82
Veröff: EvBl 1983/12 S 45 = JBl 1983,321
- 6 Ob 694/83
Entscheidungstext OGH 13.10.1983 6 Ob 694/83
Veröff: SZ 56/144
- 7 Ob 595/85
Entscheidungstext OGH 04.07.1985 7 Ob 595/85
Auch; Veröff: SZ 58/119
- 7 Ob 1603/90
Entscheidungstext OGH 10.01.1991 7 Ob 1603/90
- 8 Ob 628/91
Entscheidungstext OGH 21.03.1991 8 Ob 628/91
Veröff: JBl 1992,517 = RdW 1992,236
- 8 Ob 1/92
Entscheidungstext OGH 24.06.1993 8 Ob 1/92
Auch
- 4 Ob 98/93
Entscheidungstext OGH 21.09.1993 4 Ob 98/93
Auch; Beisatz: Im Normalfall ist eine 15 Jahre überschreitende Bindung unzulässig. Die Bindung ist auf eine angemessene Dauer zu reduzieren. (T1)
- 4 Ob 147/93
Entscheidungstext OGH 02.11.1993 4 Ob 147/93
Veröff: SZ 66/138
- 8 Ob 2154/96i
Entscheidungstext OGH 14.11.1996 8 Ob 2154/96i
Auch; Beis wie T1
- 6 Ob 322/00x
Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 322/00x
Vgl auch; Beis ähnlich T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0016690
Dokumentnummer
JJR_19820901_OGH0002_0010OB00676_8200000_003