Rechtssatz RS0016840
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0016840
Entscheidungsdatum
02.04.2025
Rechtssatz
Ordnet das Gesetz nicht ausdrücklich an, dass ihm widersprechende Geschäfte nichtig sein sollen, so ist entscheidend, ob der Verbotszweck die Ungültigkeit verlangt oder ob sich die verletzte Norm mit der Verhängung anderer Rechtsfolgen, etwa mit einer Bestrafung begnügt. In der Regel sind Rechtsgeschäfte gültig, wenn sich das Verbot nur an einen der beiden Vertragspartner richtet (Koziol-Welser Grundriß 4. Auflage I 116 f).Ordnet das Gesetz nicht ausdrücklich an, dass ihm widersprechende Geschäfte nichtig sein sollen, so ist entscheidend, ob der Verbotszweck die Ungültigkeit verlangt oder ob sich die verletzte Norm mit der Verhängung anderer Rechtsfolgen, etwa mit einer Bestrafung begnügt. In der Regel sind Rechtsgeschäfte gültig, wenn sich das Verbot nur an einen der beiden Vertragspartner richtet (Koziol-Welser Grundriß 4. Auflage römisch eins 116 f).
Entscheidungstexte
- 5 Ob 607/79
Entscheidungstext OGH 25.09.1979 5 Ob 607/79
- 7 Ob 657/81
Entscheidungstext OGH 03.12.1981 7 Ob 657/81
Beisatz: Vermittlung geförderter Wohnungen durch Immobilienmakler (standeswidrig). (T1)
Veröff: SZ 54/182 = ImmZ 1982,199 = MietSlg 33100
- 6 Ob 1551/91
Entscheidungstext OGH 11.04.1991 6 Ob 1551/91
Beisatz: Hier: § 3 Abs 4 ETG. (T2)
- 4 Ob 2078/96h
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 2078/96h
nur: In der Regel sind Rechtsgeschäfte gültig, wenn sich das Verbot nur an einen der beiden Vertragspartner richtet. (T3)
Beisatz: Ist dem vom Verbot nicht betroffenen Geschäftspartner bewusst, dass mit dem Vertrag gegen ein Gesetz verstoßen wird, nimmt er somit am Verstoß teil, so ist das Geschäft auch ihm gegenüber nichtig. (T4)
Veröff: SZ 69/149
- 9 ObA 338/98s
Entscheidungstext OGH 20.01.1999 9 ObA 338/98s
nur: Ordnet das Gesetz nicht ausdrücklich an, dass ihm widersprechende Geschäfte nichtig sein sollen, so ist entscheidend, ob der Verbotszweck die Ungültigkeit verlangt. (T5)
- 6 Ob 287/00z
Entscheidungstext OGH 27.09.2001 6 Ob 287/00z
Vgl; nur T3; nur T5
Veröff: SZ 74/167
- 4 Ob 24/03p
Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 24/03p
Auch
- 6 Ob 34/04z
Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 34/04z
- 3 Ob 223/09d
Entscheidungstext OGH 24.02.2010 3 Ob 223/09d
Auch; nur T5
- 6 Ob 64/12y
Entscheidungstext OGH 24.05.2012 6 Ob 64/12y
Vgl
- 9 ObA 133/12t
Entscheidungstext OGH 19.03.2013 9 ObA 133/12t
Auch; nur T5; Beisatz: Eine den Schutzzweck der §§ 115 bis 117 ArbVG beeinträchtigende Vereinbarung ist absolut nichtig. (T6)
- 2 Ob 173/12y
Entscheidungstext OGH 29.05.2013 2 Ob 173/12y
nur: Ordnet das Gesetz nicht ausdrücklich an, dass ihm widersprechende Geschäfte nichtig sein sollen, so ist entscheidend, ob der Verbotszweck die Ungültigkeit verlangt oder ob sich die verletzte Norm mit der Verhängung anderer Rechtsfolgen, etwa mit einer Bestrafung begnügt. (T7)
- 2 Ob 29/14z
Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 29/14z
Auch; Beisatz: Der Verbotszweck des § 36 Abs 6 TabMG erfordert die Rechtsfolge der Nichtigkeit des Pacht- bzw Überlassungsvertrags zwischen den Streitteilen. Andernfalls würden die zwingenden Vergabekriterien des TabMG unterlaufen. (T8)
- 9 ObA 67/14i
Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 67/14i
Beisatz: Hier: Konkurrenzklausel iSd § 37 AngG mit zu niedrig vereinbarter Karenzabgeltung. (T9)
- 4 Ob 134/19p
Entscheidungstext OGH 22.08.2019 4 Ob 134/19p
- 2 Ob 138/22s
Entscheidungstext OGH 27.09.2022 2 Ob 138/22s
Beisatz: Hier: § 9 Z 4 Oö Wettgesetz verlangt Teilnichtigkeit. (T10)
- 2 Ob 15/23d
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.02.2023 2 Ob 15/23d
vgl; Beisatz nur wie T5
- 5 Ob 52/24v
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 02.04.2025 5 Ob 52/24v
vgl; Beisatz wie T5; Beisatz wie T7
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0016840
Zuletzt aktualisiert am
13.05.2025
Dokumentnummer
JJR_19790925_OGH0002_0050OB00607_7900000_002