Rechtssatz RS0017419
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0017419
Entscheidungsdatum
14.10.2020
Rechtssatz
Die vom Schädiger, der zunächst vom Geschädigten geklagt wurde, geleisteten Verzugszinsen sind nicht regreßfähig. Bei derartigen Solidarschuldverhältnissen wirken nämlich der Leistungsverzug, das Verschulden eines Verpflichteten sowie auch die Mahnung lediglich subjektiv. Die Verzugszinsen sind aber keine unmittelbare Folge der deliktischen Schädigung, sondern bezwecken nur die Vergütung des Schadens, den ein Schuldner seinem Gläubiger durch die Verzögerung der Zahlung des geschuldeten Kapitals zugefügt hat. Durch die Klage wird der Lauf der Verzugszinsen nur gegen diesen einen Schädiger, nicht aber auch gegen einen anderen in Gang gesetzt und entsteht daher eine Verpflichtung zur Zahlung von Verzugszinsen nur für den Belangten.
Entscheidungstexte
- 8 Ob 138/81
Entscheidungstext OGH 10.09.1981 8 Ob 138/81
Veröff: JBl 1982,656 = ZVR 1982/142 S 113 = SZ 54/119
- 8 Ob 139/82
Entscheidungstext OGH 01.07.1982 8 Ob 139/82
Auch; Beisatz: Hier: Verzugszinsen und Kosten (T1)
- 1 Ob 748/83
Entscheidungstext OGH 14.12.1983 1 Ob 748/83
Vgl; nur: Die vom Schädiger, der zunächst vom Geschädigten geklagt wurde, geleisteten Verzugszinsen sind nicht regreßfähig. (T2) Beis wie T1; Veröff: SZ 56/185
- 3 Ob 526/88
Entscheidungstext OGH 13.07.1988 3 Ob 526/88
nur T2
- 4 Ob 539/89
Entscheidungstext OGH 18.04.1989 4 Ob 539/89
Veröff: JBl 1990,44 = ÖBl 1990,278 = SZ 62/66
- 6 Ob 542/92
Entscheidungstext OGH 25.11.1992 6 Ob 542/92
nur T2
- 2 Ob 2/20p
Entscheidungstext OGH 15.04.2020 2 Ob 2/20p
Vgl
- 2 Ob 126/20y
Entscheidungstext OGH 14.10.2020 2 Ob 126/20y
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0017419
Zuletzt aktualisiert am
22.12.2020
Dokumentnummer
JJR_19810910_OGH0002_0080OB00138_8100000_001