Rechtssatz RS0018766
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0018766
Entscheidungsdatum
05.03.2019
Rechtssatz
Ist die Rechtslage nicht unproblematisch, ist es nicht als Verletzung der Schadensminderungspflicht anzusehen, wenn der Gewährleistungspflichtige einen Streitfall mit dem Besteller nicht gerichtlich austrägt, sondern vergleichsweise bereinigt und die verglichene Preisminderung vom schuldtragenden Lieferanten als Mängelfolgeschaden begehrt.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 704/89
Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 704/89
Veröff: SZ 62/185 = JBl 1990,587 = RdW 1990,342
- 1 Ob 216/06f
Entscheidungstext OGH 28.11.2006 1 Ob 216/06f
Auch; Beisatz: Der Geschädigte verletzt seine Rettungspflicht gemäß §1304 ABGB nicht, wenn er es ablehnt, sich in einen Prozess mit höchst zweifelhaften - demnach geringen - Erfolgsaussichten einzulassen (ebenso später etwa 3 Ob 120/05a; 4 Ob 127/97y = SZ 70/108). (T1)
- 6 Ob 31/08i
Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 31/08i
nur: Ist die Rechtslage nicht unproblematisch, so ist es keine Verletzung der Schadensminderungspflicht, wenn der Rechtsweg nicht beschritten wird. (T2)
- 7 Ob 115/09a
Entscheidungstext OGH 02.09.2009 7 Ob 115/09a
Auch; nur T2
- 9 Ob 34/09d
Entscheidungstext OGH 26.05.2010 9 Ob 34/09d
Vgl auch
- 6 Ob 201/11v
Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 201/11v
Auch
- 7 Ob 122/12k
Entscheidungstext OGH 29.08.2012 7 Ob 122/12k
Vgl; nur T2
- 4 Ob 230/13x
Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 230/13x
Auch; nur T2
- 6 Ob 22/14z
Entscheidungstext OGH 29.01.2015 6 Ob 22/14z
Auch; Beis wie T1; nur T2
- 1 Ob 6/19t
Entscheidungstext OGH 05.03.2019 1 Ob 6/19t
nur T2; Beisatz: Hier: Keine Verletzung der Schadensminderungspflicht, wenn die klagende Partei (Werkunternehmerin) ein allfällig vereinbartes Aufrechnungsverbot gegenüber der Werkbestellerin deswegen (klagsweise) nicht erfolgreich durchsetzen hätte können, weil ihr diese einen berechtigten Anspruch auf Ersatz deren Mangelfolgeschäden aus einer von der Erfüllungsgehilfin (beklagten Partei) verschuldeten Lieferung eines ungeeigneten Motorentyps entgegenhalten hätte können. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0018766
Zuletzt aktualisiert am
13.05.2019
Dokumentnummer
JJR_19891129_OGH0002_0010OB00704_8900000_001