Rechtssatz RS0019139
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0019139
Entscheidungsdatum
20.02.2024
Norm
ABGB §935
ABGB §938 B
NotariatsaktsG §1 Abs1 litd
NZwG §1 Abs1 litb
Rechtssatz
Wenn keinerlei Anhaltspunkte für ein Überwiegen des entgeltlichen Teils einer gemischten Schenkung vorliegen, kann es mit der Einhaltung der für Schenkungen vorgesehenen Form sein Bewenden haben. Die durch den Gesetzeswortlaut keineswegs zwingend vorgegebene Anwendung des § 1 Abs 1 lit b NZwG auf gemischte Schenkungen zwischen Ehegatten würde sonst mit dem vorrangigen Prinzip der Formfreiheit im österreichischen Vertragsrecht in Konflikt geraten.Wenn keinerlei Anhaltspunkte für ein Überwiegen des entgeltlichen Teils einer gemischten Schenkung vorliegen, kann es mit der Einhaltung der für Schenkungen vorgesehenen Form sein Bewenden haben. Die durch den Gesetzeswortlaut keineswegs zwingend vorgegebene Anwendung des Paragraph eins, Absatz eins, Litera b, NZwG auf gemischte Schenkungen zwischen Ehegatten würde sonst mit dem vorrangigen Prinzip der Formfreiheit im österreichischen Vertragsrecht in Konflikt geraten.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 124/92
Entscheidungstext OGH 27.10.1992 5 Ob 124/92
Veröff: SZ 65/137 = EvBl 1993/89 S 381 = NZ 1993,240 (Hofmeister, 243)
- 1 Ob 221/16f
Entscheidungstext OGH 31.01.2017 1 Ob 221/16f
Vgl auch; Beisatz: Eine gemischte Schenkung unterliegt dem Formzwang des § 1 Abs 1 lit d NotAktsG wenn der unentgeltliche Teil des Geschäfts überwiegt. (T1)
- 5 Ob 156/21h
Entscheidungstext OGH 31.03.2022 5 Ob 156/21h
Nur Beis wie T1
- 2 Ob 229/23z
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.02.2024 2 Ob 229/23z
vgl; Beisatz: Hier: Frage der Formbedürftigkeit einer gemischten Schenkung mangels Relevanz für den Verfahrensausgang nicht behandelt. (T2)
Anm: Vgl RS0019375.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0019139
Zuletzt aktualisiert am
18.03.2024
Dokumentnummer
JJR_19921027_OGH0002_0050OB00124_9200000_002