Rechtssatz RS0020944
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0020944
Entscheidungsdatum
20.04.2016
Rechtssatz
Für den Umfang des Gebrauchsrechtes eines Bestandnehmers ist primär der Vertrag maßgebend.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 199/73
Entscheidungstext OGH 21.11.1973 1 Ob 199/73
Veröff: MietSlg 25126/27
- 7 Ob 174/75
Entscheidungstext OGH 16.10.1975 7 Ob 174/75
Veröff: EvBl 1976/127 S 240 = MietSlg 27177
- 5 Ob 550/76
Entscheidungstext OGH 29.06.1976 5 Ob 550/76
Veröff: SZ 49/86 = ImmZ 1976,318
- 3 Ob 551/79
Entscheidungstext OGH 11.07.1979 3 Ob 551/79
- 7 Ob 751/79
Entscheidungstext OGH 20.12.1979 7 Ob 751/79
Beisatz: Untermieter (T1)
- 1 Ob 620/91
Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 620/91
Auch; Beisatz: Die Art der Verwendung hat sich grundsätzlich am Vertragsinhalt, insbesondere an dem darin festgelegten Verwendungszweck zu orientieren. (T2)
- 1 Ob 1645/94
Entscheidungstext OGH 13.12.1994 1 Ob 1645/94
Auch
- 1 Ob 2124/96a
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2124/96a
Beisatz: Dann der Zweck des Bestandverhältnisses und zuletzt der aufgrund redlicher Verkehrssitte auszulegender Parteiwillen. (T3)
- 4 Ob 2313/96t
Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2313/96t
- 1 Ob 120/98y
Entscheidungstext OGH 28.04.1998 1 Ob 120/98y
Beis wie T3
- 7 Ob 152/00d
Entscheidungstext OGH 12.07.2000 7 Ob 152/00d
Beisatz: Der Mieter darf grundsätzlich den Bestandgegenstand nur zu dem Zweck benützen, zu dem er ihn gemietet hat. (T4); Beisatz: Hier: Das im § 2 Abs 5 GAG (noch) verankerte Zustimmungsrecht räumt dem Eigentümer (Vermieter) eine subjektive Einflussnahme ein. Dieser ist jedoch auf die Ausübung dieser seiner Rechte im verwaltungsbehördlichen Genehmigungsverfahren beschränkt. (T5)
- 5 Ob 265/01h
Entscheidungstext OGH 27.11.2001 5 Ob 265/01h
Beisatz: So weit Fragen im Vertrag gesetzeskonform ausdrücklich gelöst sind, kann nicht auf Verkehrssitte zurückgegriffen werden. (T6)
- 1 Ob 46/02z
Entscheidungstext OGH 22.03.2002 1 Ob 46/02z
Beisatz: Der Bestandzweck kann wirksam auf bestimmte Aktivitäten eingeschränkt werden. (T7)
- 9 Ob 13/02f
Entscheidungstext OGH 17.04.2002 9 Ob 13/02f
Vgl auch; Beisatz: Wenn es der subjektiven, jedoch objektiv nicht zum Ausdruck gekommenen Absicht der klagenden Partei entsprochen hätte, jedwede Beeinträchtigung des äußeren Erscheinungsbildes ihres Hauses durch einen Mieter hintanzuhalten, wäre es an ihr gelegen, eine entsprechend klare Bestimmung in den Vertrag aufzunehmen, die Regelung der Benützung an ein Mietobjekt angrenzenden öffentlichen Gutes ist nicht der übliche Inhalt einer Mietvereinbarung. (T7a); Bem: Änderung der versehentlich ein zweites Mal vergebenen Beisatznummer (T7) auf (T7a) - März 2012 (T7b)
- 6 Ob 272/08f
Entscheidungstext OGH 16.10.2009 6 Ob 272/08f
Beisatz: Inhalt und Umfang des Gebrauchsrechts des Mieters (§ 1098 ABGB) bestimmen sich nach der Vereinbarung, dann nach dem Zweck des Bestandverhältnisses und ergänzend nach Ortsgebrauch und Verkehrssitte. (T8); Beisatz: Es ist allgemein üblich, in zu Wohnzwecken vermieteten Räumen Möbel an die Wand zu stellen oder an die Wand zu montieren. (T9); Bem: Hier: Vorwerfbares Fehlverhalten des Mieters im Zusammenhang mit seinem Lüftungsverhalten zur Vermeidung von Schimmelbildung verneint. (T10)
- 2 Ob 215/10x
Entscheidungstext OGH 27.02.2012 2 Ob 215/10x
Auch; Beisatz: Außerhalb des Vollanwendungsbereichs des MRG richtet sich die Duldungsverpflichtung des Vermieters ausschließlich nach dem Vertrag. (T11)
Veröff: SZ 2012/20
- 4 Ob 75/16g
Entscheidungstext OGH 20.04.2016 4 Ob 75/16g
Auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0020944
Zuletzt aktualisiert am
10.05.2016
Dokumentnummer
JJR_19731121_OGH0002_0010OB00199_7300000_006