Rechtssatz RS0021065
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0021065
Entscheidungsdatum
24.07.2014
Rechtssatz
Ein am Stichtag bestehender Zinsrückstand ist mangels einer bis dahin erfolgten Aufrechnungserklärung ungeachtet des Bestandes aufrechenbarer Gegenforderungen nicht getilgt. Eine nach der Auflösungserklärung erklärte Aufrechnung des Mietzinsschuldners wirkt zwar zurück, beseitigt aber nicht rückwirkend die Wirksamkeit der auf den Zinsrückstand gestützten rechtsgestaltenden Aufhebungserklärung.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 704/87
Entscheidungstext OGH 01.12.1988 6 Ob 704/87
- 1 Ob 30/05a
Entscheidungstext OGH 12.04.2005 1 Ob 30/05a
Beisatz: Eine Vertragsauflösung nach § 1118 zweiter Fall ABGB wird durch eine erst nach Zugang der Auflösungserklärung ausgesprochene Aufrechnung nicht berührt. (T1); Veröff: SZ 2005/54
- 2 Ob 142/07g
Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 142/07g
Auch; Veröff: SZ 2008/72
- 5 Ob 29/09i
Entscheidungstext OGH 13.10.2009 5 Ob 29/09i
Vgl; Beisatz: Das Gegenüberstehen gleichartiger Forderungen schafft nur ein Aufrechnungsverhältnis, führt aber ohne Aufrechnungshandlung noch nicht zur Schuldtilgung. (T2)
- 3 Ob 25/11i
Entscheidungstext OGH 09.06.2011 3 Ob 25/11i
Auch
- 5 Ob 177/11g
Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 177/11g
Auch; nur: Ein am Stichtag bestehender Zinsrückstand ist mangels einer bis dahin erfolgten Aufrechnungserklärung ungeachtet des Bestandes aufrechenbarer Gegenforderungen nicht getilgt. (T3)
- 1 Ob 129/14y
Entscheidungstext OGH 24.07.2014 1 Ob 129/14y
Auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0021065
Zuletzt aktualisiert am
11.09.2014
Dokumentnummer
JJR_19881201_OGH0002_0060OB00704_8700000_001