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Rechtssatz RS0022621×

Rechtssatz RS0022621

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022621

Geschäftszahl

2Ob141/60; 6Ob293/66; 2Ob170/68; 8Ob60/71; 1Ob82/72; 8Ob20/84; 2Ob275/97y; 1Ob65/01t; 1Ob238/07t; 9Ob42/08d; 6Ob217/10w; 2Ob71/15b; 9Ob52/18i; 6Ob182/18k; 8ObA34/22s; 1Ob128/22p; 9Ob62/24v; 4Ob208/23a; 1Ob149/24d; 1Ob10/25i

Entscheidungsdatum

24.06.2025

Rechtssatz

Das Dazwischentreten eines Dritten unterbricht dann den Kausalzusammenhang, wenn mit einer derartigen Handlung eines Dritten und mit dem dadurch bedingten Geschehensablauf nach der Lebenserfahrung nicht zu rechnen war. Dies ist nicht der Fall, wenn ein Lenker eines Kraftfahrzeuges auf ein verkehrswidriges Verhalten zu spät reagiert.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 141/60
    Entscheidungstext OGH 10.06.1960 2 Ob 141/60
    Veröff: ZVR 1960/372 S 255
  • 6 Ob 293/66
    Entscheidungstext OGH 28.09.1966 6 Ob 293/66
  • 2 Ob 170/68
    Entscheidungstext OGH 26.09.1968 2 Ob 170/68
  • 8 Ob 60/71
    Entscheidungstext OGH 23.03.1971 8 Ob 60/71
    Vgl
  • 1 Ob 82/72
    Entscheidungstext OGH 24.05.1972 1 Ob 82/72
    Veröff: JBl 1973,151
  • 8 Ob 20/84
    Entscheidungstext OGH 13.12.1984 8 Ob 20/84
  • 2 Ob 275/97y
    Entscheidungstext OGH 03.12.1998 2 Ob 275/97y
    nur: Das Dazwischentreten eines Dritten unterbricht dann den Kausalzusammenhang, wenn mit einer derartigen Handlung eines Dritten nicht zu rechnen war. (T1); Beisatz: Auch durch Handlungen, die auf dem freien Willen Dritter beruhen, wird die Adäquität nicht notwendigerweise ausgeschlossen, sondern es kommt allein darauf an, ob dieses Verhalten des Dritten nicht außerhalb jeder Wahrscheinlichkeit lag. (T2)
  • 1 Ob 65/01t
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 65/01t
    Auch; Beis wie T2
  • 1 Ob 238/07t
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 1 Ob 238/07t
    nur T1
  • 9 Ob 42/08d
    Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 Ob 42/08d
    nur T1; Veröff: SZ 2008/109
  • 6 Ob 217/10w
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 6 Ob 217/10w
    nur T1
  • 2 Ob 71/15b
    Entscheidungstext OGH 08.06.2015 2 Ob 71/15b
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 2015/55
  • 9 Ob 52/18i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2018 9 Ob 52/18i
    Auch
  • 6 Ob 182/18k
    Entscheidungstext OGH 25.10.2018 6 Ob 182/18k
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 8 ObA 34/22s
    Entscheidungstext OGH 25.05.2022 8 ObA 34/22s
    Vgl
  • 1 Ob 128/22p
    Entscheidungstext OGH 14.09.2022 1 Ob 128/22p
  • 9 Ob 62/24v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.10.2024 9 Ob 62/24v
    Beisatz wie T1
  • 4 Ob 208/23a
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.10.2024 4 Ob 208/23a
    Beisatz: Hier: Eine wissentlich falsche Kennzeichnung und Ablagerung von Abfällen auf einer dafür ungeeigneten Deponie durch die Beklagten. Dass Personen einen Versuch verbotenen Verhaltens – wie die Beklagten – durch eine Täuschung Dritter (selbst trotz Kontrollmaßnahmen) erfolgreich verschleiern und dadurch vollenden können, liegt gerade nicht außerhalb jeder Lebenserfahrung. (T3)
  • 1 Ob 149/24d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.01.2025 1 Ob 149/24d
    Beisatz: Hier: Fehlverhalten eines anderen als dem ursprünglich schädigenden Organ (T4); Beisatz wie T2
  • 1 Ob 10/25i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.06.2025 1 Ob 10/25i
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0022621

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.08.2025

Dokumentnummer

JJR_19600610_OGH0002_0020OB00141_6000000_001