Rechtssatz RS0026606
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0026606
Geschäftszahl
1Ob571/86; 7Ob707/88 (7Ob708/88); 7Ob704/89
Entscheidungsdatum
22.02.1990
Rechtssatz
Der Bestimmung des § 1295 Abs 2 ABGB kommt im Schadenersatzrecht die Funktion zu, verwerfliches Handeln zu ahnden, also ein Verhalten, das einen Verstoß gegen natürliche Rechtsgrundsätze und allgemein anerkannte Regeln der Ethik darstellt.Der Bestimmung des Paragraph 1295, Absatz 2, ABGB kommt im Schadenersatzrecht die Funktion zu, verwerfliches Handeln zu ahnden, also ein Verhalten, das einen Verstoß gegen natürliche Rechtsgrundsätze und allgemein anerkannte Regeln der Ethik darstellt.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 571/86
Entscheidungstext OGH 14.07.1986 1 Ob 571/86
Veröff: JBl 1986,713 = RdW 1986,336 = ÖBA 1986,570 = GesRZ 1987,46 = SZ 59/132; hiezu Honsell JBl 1987,146
- 7 Ob 707/88
Entscheidungstext OGH 20.04.1989 7 Ob 707/88
Vgl auch; Verstärkter Senat; Beisatz: Hier: Die Weigerung des Kunden, im Rahmen der prozessualen Auseinandersetzung mit seiner Bank der Offenlegung von Tatsachen aus dieser Geschäftsverbindung zuzustimmen, stellt einen Rechtsmißbrauch dar. Dieselben Grundsätze müssen für Auseinandersetzungen einer Bank mit ihren ehemaligen Angestellten oder Funktionären gelten. (T1)
- 7 Ob 704/89
Entscheidungstext OGH 22.02.1990 7 Ob 704/89
Vgl auch; Beisatz: Entscheidende Bedeutung kommt dem Handlungsmotiv zu. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0026606
Dokumentnummer
JJR_19860714_OGH0002_0010OB00571_8600000_001