Rechtssatz RS0033063
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0033063
Entscheidungsdatum
25.06.2024
Rechtssatz
Unterliegt der von einem Ehegatten dem anderen geschenkte Vermögensgegenstand der Aufteilung und macht der Geschenkgeber im Aufteilungsverfahren geltend, dass er zur Aufhebung der Schenkung berechtigt ist, dann kann auch der Außerstreitrichter diesen Einwand im Rahmen seiner Entscheidung berücksichtigen und die wertmäßige Zuordnung wie im Falle eines Beitrages eines Ehegatten zur Aufteilungsmasse vornehmen.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 565/94
Entscheidungstext OGH 19.12.1994 4 Ob 565/94
- 7 Ob 596/95
Entscheidungstext OGH 06.09.1995 7 Ob 596/95
- 1 Ob 197/99y
Entscheidungstext OGH 22.02.2000 1 Ob 197/99y
Veröff: SZ 73/31
- 1 Ob 158/08d
Entscheidungstext OGH 21.10.2008 1 Ob 158/08d
Vgl auch; Beisatz: Einer Schenkung zwischen Ehegatten liegt regelmäßig die (unausgesprochene) Erwartung zugrunde, die Ehe werde Bestand haben. Erfüllt sich diese Erwartung jedoch nicht, ist der Gedanke des § 1266 ABGB analog auf Schenkungen anzuwenden, wenn ihr Zweck dem von Ehepakten vergleichbar ist. (T1)
- 1 Ob 10/18d
Entscheidungstext OGH 30.01.2018 1 Ob 10/18d
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Schenkung von Liegenschaftsbesitz, um ihn im Fall der eigenen Insolvenz nicht zu verlieren. (T2)
- 1 Ob 6/21w
Entscheidungstext OGH 23.03.2021 1 Ob 6/21w
Vgl
- 1 Ob 139/22f
Entscheidungstext OGH 14.09.2022 1 Ob 139/22f
Vgl; Beis nur wie T1; Beisatz: Hier: Voreheliche Schenkung eines Miteigentumsanteils am Haus unter der Bedingung der Eheschließung. (T3)
- 1 Ob 72/24f
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2024 1 Ob 72/24f
Beisatz wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0033063
Zuletzt aktualisiert am
18.10.2024
Dokumentnummer
JJR_19941219_OGH0002_0040OB00565_9400000_001